Arbeitsmarkt
: Arbeitslosigkeit im Juli in Baden-Württemberg gestiegen

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt. So viele Menschen waren im Juli im Südwesten arbeitslos.
Von
dpa/red
Stuttgart
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Ein Schild mit der Aufschrift "Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Baden-Württemberg" hängt am Eingang der Regionaldirektion in Stuttgart. (zu dpa: «Arbeitslosigkeit im Juli in Baden-Württemberg gestiegen»)

Bernd Weißbrod/dpa
  • Arbeitslosigkeit im Südwesten steigt: Im Juli 300.348 Betroffene, Quote bleibt bei 4,6 Prozent.
  • Die BA nennt übliche Gründe, weil Ausbildungen enden und Maßnahmen auslaufen.
  • Bundesweit überschreitet die Zahl 3,007 Millionen – Quote steigt auf 6,4 Prozent.
  • Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt schwach, 653.000 Stellen bei der BA gemeldet.
  • 1,108 Millionen erhalten Arbeitslosengeld; viele junge Menschen suchen Lehrstellen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bleibt angespannt. Im Juli stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozent auf 300.348, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 4,6 Prozent. Die Agentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. Juli vorlag.

„Der Anstieg ist jahresüblich, da in den Monaten Juni und Juli Ausbildungen enden und Arbeitsverträge sowie schulische und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen auslaufen“, hieß es laut Mitteilung.

Auch deutschlandweit steigen die Zahlen: Mit einem Anstieg um 71.000 im Vergleich zum Juni übersteigt die Zahl der Arbeitslosen bundesweit mit 3,007 Millionen Menschen die Drei-Millionen-Marke. Die Zahl liegt damit um 28.000 höher als im Juli des vergangenen Jahres, teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 6,4 Prozent.

„Insgesamt setzt sich am Arbeitsmarkt die schwache Entwicklung der letzten Monate fort“, sagte Daniel Terzenbach, Mitglied im Vorstand der Bundesagentur.

Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt schwach

Auch die Nachfrage nach Arbeiskräften bleibt schwach. Im Juli waren 653.000 freie Arbeitsstellen bei der Bundesagentur gemeldet. Das sind zwar 25.000 mehr als noch vor einem Jahr, das Angebot bleibt aber insgesamt eher zurückhaltend.

1,108 Millionen Menschen haben nach einer Hochrechnung im Juli Arbeitslosengeld erhalten. Das sind 107.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten belief sich auf 3,775 Millionen. Das war ein Rückgang um 121.000 Menschen im Vergleich zu Juli 2025. Nicht alle Bürgergeldempfänger sind ohne Job - zum Teil stocken sie die Bezüge aus Arbeitslohn auf, um das Existenzminimum zu erreichen.

Viele junge Leute auf Lehrstellensuche

Auf dem Ausbildungsmarkt haben sich bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern 418.000 Bewerberinnen und Bewerber um eine Lehrstelle gemeldet, das ist ein Plus von 4.000 gegenüber Juli 2025. 126.000 haben bis Juli mitgeteilt, dass sie mit ihrer Suche erfolgreich waren. Die BA-Statistik weist auf der anderen Seite 437.000 gemeldete Lehrstellen aus, 35.000 weniger als im Juli 2025.