„Aktenzeichen XY“: Bewaffneter Raubüberfall in Baden-Württemberg ist Fall in ZDF-Sendung

Aktenzeichen XY-Moderator Rudi Cerne präsentiert am Mittwoch wieder neue Kriminalfälle, bei denen die Ermittlungsbehörden auf den vielleicht entscheidenden Tipp aus der Bevölkerung hoffen. Dieses Mal geht es unter anderem um einen bewaffneten Raubunfall in Baden-Württemberg.
Peter Kneffel/dpa- ZDF zeigt am Mittwoch „Aktenzeichen XY ungelöst“ – die Kripo bittet um Mithilfe.
- Thema ist ein bewaffneter Raubüberfall auf eine Werttransportfirma in Mühlacker-Enzberg.
- Die Täter sprühten Reizgas, erbeuteten Gold und Schmuck in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.
- DNA eines Täters passt zu Fällen in Österreich und Frankreich, die Identität ist unbekannt.
- Zudem wird der Cold Case Sven Hollstein behandelt: Der Sechsjährige verschwand 1985 spurlos.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Am kommenden Mittwoch, 20.15 Uhr, bittet die Kriminalpolizei in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ wieder um Mithilfe der Zuschauerinnen und Zuschauer. Neben einem mittlerweile 38 Jahre andauernden Vermisstenfall aus Mönchengladbach und einem Raubüberfall auf eine 88 Jahre alte Frau in Dortmund zeigt Moderator Rudi Cerne einen Fall aus dem Raum Pforzheim.
Konkret geht es um einen schweren Raubüberfall im Enzkreis aus dem Jahr 2025. Hier suchen die Ermittler der Kriminalpolizei Pforzheim noch immer nach den Tätern.
Was war passiert? Am 27. März 2025 überfielen mehrere maskierte Täter eine Werttransportfirma in Mühlacker-Enzberg. Zwar war das Firmengelände streng gesichert und videoüberwacht, die Räuber schafften es dennoch, das Sicherheitssystem teilweise zu überwinden.
Raubüberfall von Mühlacker: Täter machten fette Beute
Beim Überfall besprühten sie einen Mitarbeiter der Firma mit Reizgas. Er erlitt leichte Verletzungen. Die Täter erbeuteten Goldbarren, Bruchgold und wertvolle Schmuckstücke im Wert von mehreren hunderttausend Euro.
Die Täter flüchteten vermutlich mit einem weißen Transporter mit gestohlenen Kennzeichen. Dieser war in der Nähe des Tatorts abgestellt. Auffällig ist, dass die Nummernschilder bereits ein Jahr vor dem Überfall gestohlen wurden.
Die Kripo sucht zudem nach einem bislang unbekannten Passanten, der während der Tat am Firmengelände vorbeiging und möglicherweise wichtige Beobachtungen gemacht haben könnte. Auch die geraubten Schmuckstücke könnten weitere Hinweise auf die Täter liefern.
Verfügten die Räuber über Insiderwissen?
Da die bisher unbekannten Täter das Sicherheitssystem außer Kraft setzen konnten, vermuten die Pforzheimer Ermittler, dass die Täter über Insiderwissen verfügten und den Überfall in Mühlacker gezielt vorbereitet hatten.
Spannend ist: Am Tatort hinterließ einer der Täter DNA-Spuren, die überraschende Erkenntnisse liefern. Dieselbe DNA wurde bereits bei mehreren Straftaten in Österreich und Frankreich sichergestellt. Die Identität des Mannes ist jedoch weiterhin unbekannt.
„Aktenzeichen XY“: Auch Cold Case Sven Hollstein ist Thema
Ein weiterer Kriminalfall, bei dem die Zuschauer den möglicherweise entscheidenden Hinweis geben könnten, liegt mehr als 41 Jahre zurück und behandelt das spurlose Verschwinden eines Kindes.
Am 15. April 1985 verschwand der sechsjährige Sven Hollstein aus Ludwigshafen am Rhein in Rheinland-Pfalz spurlos. Gegen 17 Uhr wurde der Junge zum letzten Mal im Erdgeschoss seines Wohnhauses im Ludwigshafener Stadtteil Pfingstweide gesehen. Trotz umfangreicher Suchmaßnahmen bleibt sein Schicksal bis heute ungeklärt. Der kleine Junge ist nie wieder aufgetaucht.
Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war Sven etwa 1,10 Meter groß und schmächtig. Er hat längere, helle, gewellte Haare und braune Augen. Auffällig ist sein fehlender linker Schneidezahn. Zuletzt trug er eine blaue Jacke, einen roten Pullover mit Norwegermuster, eine beige Cordhose und dunkelblaue Turnschuhe.
Ob Sven Opfer eines Verbrechens wurde oder einen Unfall erlitt, ist bis heute unklar. Mehr als 40 Jahre nach seinem Verschwinden sucht die Kripo Ludwigshafen im Rahmen der BKA-Kampagne „Spurlos verschwunden“ erneut nach Hinweisen.

