Testspiel für Kornwestheimer Handballer: Der ersehnte Lerntest für die Lurchis

Spielmacher Jan Reusch freut sich auf das Duell gegen seinen ehemaligen Coach Aleksandar Stevic
BaumannIn dieser Woche sind die Handballer des SV Kornwestheim nach einer zweiwöchigen Pause in Teil zwei der Vorbereitung auf die neue Saison der 3. Liga gestartet. Und nach zwei Trainingseinheiten erwartet die Sieben von Trainer Alexander Schurr am Donnerstagabend um 19:30 Uhr bereits ein richtiger Testspiel-Knaller in der Sporthalle Ost. Der Schweizer Erstligist HSC Suhr Aarau wird zu Gast sein: das Highlight in der Vorbereitung der Lurchis.
„Das wird ein spannender Test, mal sehen, wie wir mithalten können“, sagt der Coach und zieht dennoch etwas skeptisch die Schultern hoch. Gerne hätte er diese Partie zwei Wochen später im Terminkalender platziert: als finalen Höhepunkt in der Vorbereitung. Doch wenn solch eine hochkarätige Mannschaft der höchsten Schweizer Spielklasse anfragt, dann nimmt Schurr dieses Angebot dankend an.
Der Cheftrainer des HSC Suhr Aarau, Aleksandar Stevic, ist in der deutschen Handballszene übrigens kein Unbekannter. In seiner aktiven Zeit spielte Stevic beispielsweise mit Pfullingen in der Bundesliga, agierte dann als Spielemacher beim HBW Balingen-Weilstetten (2. Bundesliga) und war beim TV 1893 Neuhausen/Erms aktiv. Im Jahr 2009 übernahm Aco Stevic – wie der 42-Jährige genannt wird - die Kapitänsrolle und führte Neuhausen 2012 weiter in die 1. Bundesliga. Nach seiner aktiven Zeit blieb er dem Verein als Coach und Sportdirektor erhalten.
In dieser Zeit war SVK-Spielmacher Jan Reusch unter Stevic Fittichen und machte seine ersten Schritte im aktiven Handballgeschehen. Er freut sich nicht nur auf ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Trainer, sondern auch auf eine sicherlich körperliche Begegnung gegen den Erstligisten. „Wir freuen uns, dass die Vorbereitung mit diesem Spiel nun auf die Zielgerade einbiegt und es bald in der Liga wieder losgeht“, so Reusch.
Alexander Schurr freut sich auf Coach der Schweizer
Nach fünf Jahren wechselte Stevic dann zum BSV Bern. Gleich zwei Mal konnte er sich mit dem BSV für das Halbfinale um die Meisterschaft qualifizieren und erreichte einmal mit der Mannschaft das Cupfinale. Im Jahr 2021, nach Teilnahmen im EHF- und Challengecup, endete Stevics Trainertätigkeit in Bern. Seitdem ist er Trainer beim HSC Suhr Aarau. Schurr kennt Stevic bereits aus dessen Studienzeit in Tübingen und steht in losem Kontakt mit ihm. Immer wieder hatten die beiden über die Möglichkeit eines Vorbereitungsspiels gesprochen. Nie hatte es bisher funktioniert. Im Juni hatte der 42-Jährige Stevic wieder einmal bei Schurr per WhatsApp angefragt. Im ersten Moment wollte der Lurchi-Coach fast erneut absagen, dann aber überlegte er nicht lange und sagte zu. „So eine Chance gegen eine höherklassige und uns unbekannte Mannschaft zu spielen, bekommen wir nicht so oft“, gesteht Schurr und weiß: „Wir können aus dieser Begegnung nur lernen.“
Die Spielgemeinschaft der Gemeinden Suhr und Aarau aus dem Kanton Aargau schloss die vergangene Saison auf platz fünf ab. Damit erreichte die Mannschaft die Playoffs der Quickline Handball League (QHL), ehemals Nationalliga A genannt. Im Viertelfinale schied das Team jedoch gegen den Tabellenvierten Pfadi Winterthur aus. Dennoch gehört das Team zu den etablierten Mannschaften der höchsten Schweizer Liga. Im Jahr 2020 gewann der HSC Suhr Aarau den Schweizer Supercup.
SVK geht mit stabiler Sieben ins Spiel
Am Donnerstag reist der HSC aus dem Trainingslager an. Am vergangenen Wochenende absolvierte das Team von Stevic bereits ein Testturnier beim Schweizer B-Nationalliga-Team TV Möhlin und holte den Turniersieg. Alexander Schurr hofft, dass es seine Lurchis am Donnerstag spannend gestalten können. Schließlich kann der SVK-Trainer auf eine eingespielte, stabile Sieben zurückgreifen. „Es sollte funktionieren, aber sie werden uns gnadenlos aufzeigen, wo es noch hapert“, sagt Schurr.
Jeder ist in der Sporthalle Ost willkommen. Der Eintritt ist frei und es werden kühle Getränke verkauft. Im Namen der Mannschaft sagt Reusch: „Wir freuen uns auf viele Zuschauer.“