Das Feuer in der City hat am Dienstag zu großen Behinderungen geführt, wie unser Video zeigt.
Stuttgart - Feuer und dichter Rauch dringen aus dem Dachstuhl. Um 11.34 Uhr geht die Brandmeldung bei der Feuerwehr ein. Die offenen Flammen in dem Büro- und Wohnhaus an der Ecke Urbanstraße/Charlottenstraße sind zwar schnell gelöscht. Aber die Bekämpfung der Glutnester unter dem Dach erweist sich als schwierig. "Das Dach ist komplett mit Kupfer verkleidet", sagt Feuerwehrsprecher Sebastian Fischer. Um an die Nester heranzukommen, muss fast das komplette Dach aufgesägt und entfernt werden.
Personen kommen bei dem Brand nicht zu Schaden. Viele Menschen können das Haus bereits vor Eintreffen der Rettungskräfte verlassen. Etwa zehn weitere Menschen, so Polizeisprecherin Viola Dierenbach, werden hinausgeführt. Wegen starker Rauchentwicklung werden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Die Feuerwehr ist mit 32 Fahrzeugen und 94 Männern im Einsatz. Neben mehreren Drehleitern kommt ein Teleskopmastfahrzeug der Flughafenfeuerwehr zu Einsatz. Die Polizei lässt einen Hubschrauber mit Wärmebildkamera über dem Dach kreisen. Er soll Glutnester aufspüren.
Erst gegen 23 Uhr meldet die Feuerwehr "Feuer aus". Brandursache ist nach ersten Ermittlingen wohl ein Kurzschluss in einem Verteilerkasten im Treppenhaus des fünften Stockwerks. Der Sachschaden wird auf mindestens eine Million Euro geschätzt. Hinzu kommen Folgeschäden durch Löschwasser. Die Wohnungen in dem Gebäude sind unbewohnbar.
Auch die Auswirkung auf den Verkehr in der vielbefahrenen Charlottenstraße war enorm. Die B 27 musste zunächst in beide Richtungen komplett gesperrt werden. Lange Staus wirkten sich auf den Verkehr in der gesamten City aus. Die Komplett-Sperrung der B 27 stadteinwärts dauert bis weit nach Mitternacht, erst um 7.45 Uhr am Mittwochmorgen konnte der Verkehr wieder unbehindert rollen.