Der Song „All I Want for Christmas Is You“ von Mariah Carey erschien im Oktober 1994 als Lead-Single ihres Weihnachtsalbums „Merry Christmas“. Die Melodie und der Text stammen von Carey selbst zusammen mit dem Produzenten und Songwriter Walter Afanasieff - eine Produktion, die mit Glocken und beschwingtem Pop-Rhythmus bewusst die frohe und zugleich romantische Seite der Weihnachtszeit betont.
Song betont die frohe und zugleich romantische Seite der Weihnachtszeit
Schon bei ihrer Veröffentlichung erreichte der Song in mehreren Ländern hohe Chart-Positionen - in den USA sowie Großbritannien gelang der Einstieg schnell, doch der volle Erfolg kam erst Jahre später. Über die Jahre entwickelte sich der Song zur unverzichtbaren Weihnachtshymne: In über 30 Ländern erreichte er Platz eins. Was den Song besonders macht: Er ist nicht nur der Einstieg schnell, doch der volle Erfolg kam erst Jahre später. Über die Jahre entwickelte sich der Song zur unverzichtbaren Weihnachtshymne: In über 30 Ländern erreichte er Platz eins. Was den Song besonders macht: Er ist nicht nur einmal ein Hit gewesen, sondern Jahr für Jahr erneut in der Weihnachtszeit präsent. Streaming-Daten zeigen, wie sehr er in der modernen Musikwelt verankert ist: So wurde er etwa am Weihnachtstag mit nahezu 24 Millionen Streams alleine auf Spotify registriert. Laut Wikipedia hatte der Song bis Ende 2021 eine Radio-Hörerreichweite von 4,3 Milliarden in den USA und 1,4 Milliarden Streams allein dort.
Die wirtschaftliche Wirkung dieses Liedes ist enorm: Verschiedene Quellen schätzen, dass Mariah Carey mit „All I Want for Christmas Is You“ jährlich rund 2 bis 4 Millionen US-Dollar an Lizenz- und Tantiemeneinnahmen erzielt.
Eine andere Schätzung der Economic Times nennt rund 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr.
Enormer wirtschaftlicher Erfolg des Hits
Insgesamt wird der Songwert auf über 60 Millionen US-Dollar geschätzt. Dabei handelt es sich um eine grobe Schätzung - denn die Einnahmen stammen aus Streaming, Downloads, Radio-Airplay, Lizenzen für Filme, Werbung und Coverversionen.
Wie viel genau pro Radioeinsatz an die Künstlerin Mariah Carey fließt, wird nicht offen publiziert und hängt vom jeweiligen Sender, Land, Lizenzvereinbarung und Rechteverwerter ab.
Von der Pop-Produktion zum Weihnachts-Standard
Warum gerade dieser Song? Neben den beeindruckenden Zahlen ist es vor allem die Wirkung, die den Song außergewöhnlich macht. Er hat den Sprung geschafft von der Pop-Produktion zu einem Weihnachts-Standard. Medien nennen ihn den „inoffiziellen Weihnachtshit“ und die „Krönung der modernen Weihnachtslieder“. Darüber hinaus profitiert er vom Wandel in der Musikwirtschaft: StreamingPlattformen, Playlists und algorithmische Empfehlungen führen dazu, dass der Song früh und regelmäßig zur Adventszeit gehört wird - oft schon ab November.
Von Christian Günther
Die zehn weltweit beliebtesten Weihnachts-Hits
Diese Liste, eine Auswahl aus Klassikern und modernen Hits, basiert auf Streaming-, Chart- und Aufnahme-Daten. Exakte Ranglisten variieren je nach Region und Methode:
1. Silent Night („Stille Nacht“) - Das Lied von Joseph Mohr (Text) und Franz Xaver Gruber (Melodie) aus dem Jahr 1818 gilt als eines der meistaufgezeichneten Weihnachtslieder überhaupt.
2. All I Want for Christmas Is You - Der moderne Klassiker von Mariah Carey aus dem Jahr 1994; Er ist gemessen an digitalen Verkäufen und Streamingzahlen einer der Spitzenreiter (siehe Beitrag oben).
3. Jingle Bells - Ein amerikanisches Lied von James Lord Pierpont (1857), das in vielen Ländern zum Standard-Repertoire gehört.
4. Last Christmas - Der Hit von Wham! (1984) ist besonders im englischsprachigen Raum ein Dauerbrenner.
5. Rockin' Around the Christmas Tree - Das Lied von Brenda Lee aus dem Jahr 1958, weltweit vielfach gecovert und regelmäßig in der Weihnachtszeit gespielt.
6. White Christmas - Der Klassiker von Bing Crosby, ein traditionelles Weihnachtslied, das in vielen Ländern mit der winterlichen Stimmung verbunden ist.
7. Feliz Navidad - Der spanisch-englische Weihnachtshit von José Feliciano hat eine globale Reichweite und wird in vielen Ländern gehört.
8. Happy Xmas (War Is Over) - Der Song von John Lennon und Yoko Ono verbindet Weihnachtsstimmung mit Friedensbotschaft und ist in vielen Ländern beliebt.
9. The Christmas Song (Chestnuts Roasting on an Open Fire) - Geschrieben von Mel Tormé und Robert Wells; ein Jazz-Pop-Standard, der weltweit gespielt wird.
10. Do They Know It's Christmas? - Der Benefizsong von Band Aid (1984) hat weltweit Aufmerksamkeit erregt und bleibt in der Weihnachtssaison präsent.
Mit Pauken, Zimbeln und Trompeten
Geistliche oder weltliche Musik - in Stuttgarter Kirchen erklingen weihnachtliche Werke.
Am Sonntagabend, 17 Uhr, tritt in der katholischen Kirche St. Elisabeth im Westen das Vokalensemble Stuttgart Vokal mit adventlicher Musik für Chor a cappella und Orgel aus fünf Jahrhunderten von Schütz, Praetorius, Mendelssohn, Britten und Ešenvalds unter der Leitung von Sebastian Kunz auf.
Der Kammerchor Concerto Vocale Stuttgart widmet sich am zweiten Adventswochenende in seinem Programm„Mystic Night“ dem Geheimnis des Advents: am Nikolaustag, 6. Dezember, 17 Uhr, erklingen in der Petruskirche in Gablenberg Werke, die vielleicht etwas unbekannter, aber genauso stimmungsvoll sind - vom spanischen Barockkomponisten Tomás Luis de Victoria über Francis Poulenc bis hin zur zeitgenössischen Komponistin Katerina Gimon. Die Leitung hat Moritz Tempel. Das gleiche Programm wird am Sonntag, 7. Dezember, 17 Uhr, in der Steckfeldkirche in Hohenheim aufgeführt. Ebenfalls am zweiten Adventssonntag ist im Stuttgarter Osten in der Lukaskirche Nähe Ostendplatz -, ab 17 Uhr, mit der Lukaskantorei und Musizierenden des SWR-Symphonieorchesters unter der Leitung von Tanja Luthner weihnachtlicher Jubelgesang von Carl Philipp Emanuel Bach und Felix Mendelssohn Bartholdy zu hören, die beide ein „Magnificat“ vertont haben.
Viele dieser Chöre verzichten auf Eintritt, weil sie allen den Zugang zur Musik ermöglichen wollen. Es wird am Ausgang aber um eine angemessene Spende zur Unterstützung solcher Projekte gebeten.
Bachs Weihnachtsoratorium darf nicht fehlen
Mendelssohns „Lobgesang“ mit dem Paul-Gerhardt-Chor, „Leo-vokal“, dem Elternchor und dem Paul-Gerhardt-Kammerorchester Stuttgart erklingt am zweiten Adventssonntag, ab 18 Uhr, in der Leonhardskirche. Die Leitung hat Ulrich Mangold. Karten kosten zwischen 15 und 30 Euro, Inhaber einer Bonuscard zahlen fünf Euro.
Ebenfalls in Stuttgart-Mitte, in der Hospitalkirche, tritt der Württembergische Kammerchor am 7. Dezember unter der neuen Leitung von Lukas Grimm auf, Beginn um 18 Uhr.
Für alle, für die Weihnachten nicht ohne Bachs Weihnachtsoratorium möglich ist: Am Samstag, 13. Dezember, 11 Uhr, macht der Knabenchor Collegium Iuvenum Stuttgart in der Markuskirche mit einer verkürzten Fassung für Kinder unter der Leitung von Sebastian Kurz den Auftakt (Eintritt 16 Euro, ermäßigt acht Euro). Am 14. Dezember folgen, ab 17 Uhr, an gleichem Ort die Kantaten 1, 3, und 6 mit denselben Ausführenden ungekürzt, ab 17 Uhr (Karten kosten 22 bis 44 Euro, ermäßigt zwischen 10 und 26 Euro). Mitsingen darf man das „W.O.“ am 13. Dezember, 19 Uhr, in der Christuskirche auf der Gänsheide mit den Hymnusknaben. Hier kostet der Eintritt 25 Euro. Die Singakademie Stuttgart mit dem Sinfonieorchester Ludwigsburg unter der Leitung von Stefan Weible bringt die Kantaten 4 bis 6 ebenfalls am dritten Adventssonntag in der Paulus-Kirche in Stuttgart zur Aufführung (17 Uhr, Karten kosten 18/8 Euro).
Von Katrin Schenk