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Familie & Leben

Von "smart" bis "Cottage"-Garden

Immer mehr Menschen nutzen ihren Garten nicht nur zur Erholung, sondern auch zum Anbau. Selbstversorgung, Klassiker wie Cottage Garden oder Feng Shui liegen in diesem Jahr im Trend.

Von "smart" bis "Cottage"-Garden

Einen besonders natürlichen Charme versprühen Cottage Gärten. Foto: stock.adobe.

Immer mehr Menschen nutzen ihren Garten oder die Terrasse nicht nur zum Entspannen, sondern auch für den Anbau von Obst und Gemüse. Die Arbeit im Grünen sorgt für Abstand vom Alltag und ganz nebenher gedeihen gesunde Zutaten für das Abendessen. „Gerne wird mittlerweile auf alte Sorten zurückgegriffen, da diese selbst vermehrbar, geschmacksintensiver und weniger allergieauslösend sind“, weiß Reiner Bierig, Geschäftsführer beim Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. „Mit Beerensträuchern wie Himbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, aber auch Erdbeeren lässt sich ein wunderbarer Naschgarten zaubern, der auch Kinder für die Natur und den Garten begeistert.“ Hierdurch bekommt die nächste Generation einen spielerischen Zugang zur Natur. Hochbeete sind nach wie vor im Trend, denn Gartenarbeit ohne Bücken ist einfach komfortabler. Radieschen- und Karottensamen im Saatband, Rote Beete, Mangold und Salat als Jungpflanzen sind recht unkompliziert, Steckzwiebeln ebenso, Feldsalat gibt es dann ab Herbst. „Sehr wichtig ist allerdings der Schneckenschutz, beispielsweise mit Kupferbändern am Hochbeet“, betont Reiner Bierig. „Sonst gibt es eventuell nicht viel zum Ernten.“ 

Bei der Gestaltung des Gartens sollte auch das sich ändernde Klima berücksichtigt werden. Wer Neupflanzungen plant, sollte hitze- und trockenheitsresistente Pflanzen wählen, die dem geplanten Standort im Garten angepasst sind. Sogenannte klimatolerante oder klimarobuste Gehölze sind beispielsweise extremere Bedingungen aus ihren natürlichen Lebensräumen gewohnt. 

Feng Shui sorgt für Balance

„Auch das Recycling von Materialien, wie beispielsweise Mauern aus gebrauchten Beton- und Natursteinen sind spannende Upcycling-Ideen und helfen, den eigenen CO2-Fußabdruck zu minimieren“, betont Reiner Bierig. Besonders wichtig seien den Menschen kurze Transportwege und heimische Materialien. 

Ein großer Gartentrend ist auch der „Smart Garden“. Technikaffine Hobbygärtner steuern per Handy die Rasenpflege sowie Beleuchtung und Bewässerung. Auf diesem Wege lässt sich sogar vom Urlaub aus das Notwendige regulieren, und im Alltag sparen die WLAN-gesteuerten Helferlein jede Menge Zeit, die sich dann als Freizeit nutzen lässt. Seit der Pandemie gehört auch das Garden-Office zum Alltag, denn der Blick ins Grüne macht unglaublich kreativ. Outdoor Wohn- und Esszimmer mit wetterfesten, meist modernen und bequemen Sitz- und Chill-Möbeln sowie Feuerstellen und Outdoorküchen werden daher immer mehr zum fixen Bestandteil im Privatgarten. 

Für die richtige Balance im Garten kann auch die Gestaltung nach Feng Shui sorgen. In der Japanischen und der Chinesischen Gartengestaltung wird darauf geachtet, dass die positiven Energien frei fließen können, so sollte beispielsweise der Weg zur Eingangstür nie geradlinig verlaufen. Ein geschwungener Zugang, begleitet durch besondere Pflanzen, damit der Blick nicht frontal auf die Tür gerichtet ist, wäre ein schönes Beispiel. Entspricht der Grundriss des Gebäudes beispielsweise nicht der Lehre nach Feng Shui, helfen entsprechend platzierte Pflanzen, die Harmonie herzustellen. Auch Steinsetzungen spielen eine wesentliche Rolle bei dieser Art der Gartengestaltung. 

Einen besonders natürlichen Charme versprühen hingegen Cottage Gärten. Sie leuchten nur so vor lauter Rosen, Sonnenblumen und Dahlien. Stockrosen, Pfingstrosen, Fingerhut, Lupinen, Wicken, Lavendel, Phlox, Salbei, Anemonen, Astern, Akelei, Glockenblumen, Storchschnabelgewächse und Frauenmantel sollten ebenfalls nicht fehlen. Das Gesamtarrangement wirkt dabei sehr natürlich und setzt Sitzplätze, Mauern oder Gartenbereiche gekonnt in Szene. Brigitte Bonder