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Beruf & Weiterbildung

Arbeitswelt: Mindestlohn steigt

Am 1. Januar 2024 treten Neuerungen in Kraft. Erhöhung des Mindestlohn, Erhöhung des Kinderfreibetrages, Grundfreibetrag steigt und das E-Rezept löst das rosa Rezept ab.

Arbeitswelt: Mindestlohn steigt

2024 bleibt mehr Netto vom Brutto. Foto: Claudia Hautumm/Pixelio.de

Das neue Jahr bringt für Verbraucherinnen und Verbraucher zahlreiche Neuerungen. Drei wichtige Änderungen gibt es in der Arbeitswelt. 

Der Mindestlohn steigt in vielen Branchen zum 1. Januar 2024 von 12 Euro auf 12,41 Euro brutto pro Stunde. Allen Beschäftigten muss mindestens der Mindestlohn gezahlt werden. Er gilt also nicht nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung, sondern auch für Minijobber. Bei diesen wirkt sich das Plus auch auf die Verdienstgrenze aus: Weil die Erhöhung des Mindestlohns und die Minijob-Obergrenze seit Oktober 2022 aneinander gekoppelt sind, erhöht sich die Verdienstgrenze dann von 520 Euro auf 538 Euro im Monat. Die Jahresverdienstgrenze erhöht sich auf 6 456 Euro. 

Eine weitere gute Nachricht: Mehr Einkommen bleibt steuerfrei und der Kinderfreibetrag erhöht sich. So bleibt ab dem 1. Januar 2024 mehr „Netto“ vom „Brutto“. Der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer steigt für Ledige von 10 908 Euro auf 11 604 Euro. Bei Verheirateten liegt der Betrag am 1. Januar 2024 bei 23 208 Euro. Bis zu diesen Beträgen bleibt das Einkommen demnach steuerfrei. 

Auch der steuerliche Kinderfreibetrag wird angehoben. Dieser beträgt ab 1. Januar 2024 6 384 Euro (je Kind für beide Elternteile), 2023 waren das 6 024 Euro. Bei getrennten Eltern wird der halbe Freibetrag (3 192 Euro) angesetzt. 

Und: Das E-Rezept löst das rosa Rezept ab. Vom 1. Januar 2024 an müssen Arztpraxen anstelle des rosa Rezepts für verschreibungspflichtige Medikamente das E-Rezept ausstellen. Das gilt auch für Zahnärztinnen und -ärzte und Psychotherapeutinnen und -therapeuten mit Kassenzulassung. E-Rezepte werden zunächst für gesetzlich Versicherte ausgestellt. Um das E-Rezept über die E-Rezept-App einlösen zu können, benötigt man neben der NFC-fähigen Gesundheitskarte auch eine Pin von der Krankenkasse.


Kfz-Berufe weiterhin gefragt

Wandel der Mobilitätsbranche bringt neue berufliche Herausforderungen

Die Mobilitätsbranche ist einem starken Wandel unterworfen. Elektrofahrzeuge werden zur Normalität, durch eine Vielzahl von Assistenzsystemen mit Sensoren, Radar- und Kamerasystemen und elektronischen Bauteilen werden die Fahrzeuge immer komplexer. Parallel sind innovative Mobilitätsformen wie das Carsharing oder flexible Auto-Abos den Kinderschuhen entwachsen. Für Menschen, die einen Beruf in der Kfz-Branche anstreben, eröffnen diese Entwicklungen neue Möglichkeiten und Chancen. 

Tatsächlich stehen Berufe rund um Fahrzeuge und Mobilität hoch im Kurs, berichtet das Deutsche Kfz-Gewerbe. Alleine 2022 haben sich mehr als 25 000 junge Menschen für einen Karriereeinstieg in der Kraftfahrzeugbranche entschieden. Bei Männern liegt das Berufsbild Kfz-Mechatroniker auf Platz ein der beliebtesten Ausbildungsberufe, Frauen zieht es verstärkt zur Automobilkauffrau. Gründe dafür gibt es genug: Die Branche bietet viele zukunftssichere Jobprofile und Aufstiegsmöglichkeiten. Sie ist systemrelevant und umfasst verantwortungsvolle Arbeitsbereiche. Durch den Wandel hin zu umweltfreundlichen Techniken spielt sie auch eine wichtige Rolle beim Erreichen der Klimaschutzziele. Infos gibt es unter wasmitautos.de. djd