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So wird das Homeoffice rücken- und augenfreundlich eingerichtet

Damit es weniger im Rücken ziept, sollte man auch im Homeoffice viel in Bewegung bleiben. Zudem spielt die richtige Beleuchtung eine wesentliche Rolle am heimischen Schreibtisch.

So wird das Homeoffice rücken- und augenfreundlich eingerichtet

Nur eine Schreibtischleuchte im sonst dunklen Zimmer? Das belastet die Augen und damit die Konzentration. Foto: Bonninstudio/Westend 61/dpa-tmn

Mittlerweile arbeiten viele Menschen im Homeoffice – und sitzen dabei womöglich unbequem an provisorisch hergerichteten Arbeitsplätzen. Je länger man aber von zu Hause aus arbeitet, desto mehr spricht für eine möglichst rückenfreundliche Büroeinrichtung. Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) gibt Tipps. Wichtig ist demnach vor allem ein Mindestmaß an körperlicher Bewegung: Ein dynamischer Büroalltag beuge nicht nur Rückenschmerzen vor, sondern wirke sich auch positiv auf die Arbeitsleistung aus. Um nicht zu verkrampfen, sollte man in aufrechter Position regelmäßig die Haltung verändern. Dafür hat der Stuhl am besten eine bewegliche Rückenlehne und Rollen - weiche auf hartem Boden, harte auf weichem. Um zwischen Sitzen und Stehen wechseln zu können, ist der Schreibtisch idealerweise höhenverstellbar.

Richtige Winkel und Abstände beim Sitzen

Gesund sei eine Sitzposition dann, wenn die Knie 90 Grad oder mehr abgewinkelt sind und die Füße auf dem Boden stehen. Zwischen Oberkörper und Oberschenkel beträgt der Winkel am besten über 90 Grad, der Abstand zwischen Augen und Bildschirm zwischen 50 bis 70 Zentimeter. Auch wenn die Schreibtischoberfläche hell und matt ist, ermüden die Augen langsamer - weil so spiegelnder Glanz und farbliche Kontraste im Sichtfeld reduziert sind.

Die perfekte Schreibtisch-Beleuchtung

Vieles im Homeoffice ist anders als im Büro. Aber die Beleuchtung sollte es nicht sein. Sonst ermüden die Augen schneller und die Konzentration sowie die Leistungsfähigkeit lassen nach. Aber was macht gutes Licht am Arbeitsplatz aus? „Das Licht kommt im Idealfall von der Seite oder von vorne“, sagt Innenarchitekt und Lichtgestalter Ulrich Beckert aus München. So können einfallendes Tageslicht, aber auch Leuchten keine Reflexe auf dem Bildschirm erzeugen. Daher gilt als einer der wichtigsten Ratschläge: Rechtshänder sollten den Tisch so aufstellen, dass das Licht von links einfällt, bei Linkshändern von rechts. „Keine gute Idee ist es, mit dem Rücken zum Licht zu sitzen, vor allem nicht, wenn man am PC arbeitet“, sagt Beckert. Die Reflexionen des Lichts am Monitor können dazu führen, dass die Augen sich extrem anstrengen müssen. Es drohen Kopfschmerzen. Es ist außerdem keine gute Idee, allein den Schreibtisch hell zu beleuchten – in einem ansonsten dunklen Raum. Das strengt die Augen zu sehr an, weil sie sich immer wieder an neue Lichtverhältnisse gewöhnen müssen. Daher ist es neben der direkten Beleuchtung des Schreibtisches wichtig, auch eine Grundbeleuchtung des Arbeitszimmers zu haben und diese einzuschalten. Das können beispielsweise Deckenleuchten beziehungsweise Steh- oder Wandleuchten sein. Zusätzliche Lichtakzente lassen sich etwa durch angestrahlte Bilder setzen – sie sorgen aber nur für eine Wohlfühl-Atmosphäre im Homeoffice.

Das perfektes Licht für den Video-Call

Wer im Homeoffice arbeitet, muss unter Umständen täglich mehrfach in Videocalls. Wenn das Licht dabei von vorne und leicht oben kommt, sieht der Teilnehmer oder die Teilnehmerin am besten aus. Der Hintergrund sollte aufgeräumt und nicht zu hell sein – sonst erscheint die Person nur als Silhouette im Bild, denn das Gesicht ist zu dunkel. Auch deswegen sollte man davon absehen, mit dem Rücken zum Fenster zu sitzen. dpa