
Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt - und damit der dringende Wunsch nach etwas Abkühlung und Entspannung zumindest in den eigenen vier Wänden. Die Klimatisierung von Wohngebäuden ist längst mehr als eine Frage des Komforts. Denn mit den häufigeren und längeren Hitzeperioden rücken gesundheitliche Themen in den Fokus. Überhitzte Räume können nicht nur den Schlaf rauben und die Konzentration beeinträchtigen, sie stellen auch eine Belastung für den Kreislauf dar. Das gilt besonders für ältere Menschen, Kinder und chronisch Kranke.
Prima Klima dank Umweltenergie
Zur Klimatisierung von Wohngebäuden kommen meist sogenannte Split-Klimaanlagen zum Einsatz. Dabei befindet sich die kompakte Außeneinheit außerhalb des Gebäudes, während im Innenraum ein oder mehrere Innengeräte für die gewünschte Raumtemperatur sorgen.
In technischer Hinsicht handelt es sich dabei um Luft-Luft-Wärmepumpen Sie nutzen bis zu 75 Prozent erneuerbare Energie aus der Umgebungsluft und arbeiten somit besonders effizient. „Beim Kühlen kann man aus einer Kilowattstunde Strom sechs bis acht Kilowattstunden Kühlenergie erzeugen“, sagt Thomas Graupensberger, Experte für Klimatechnik bei Daikin. Fest installierte Systeme arbeiten in der Regel effizienter und leiser als mobile Klimageräte.
Fossile Heizung entlasten und bares Geld sparen
Zudem können Split-Klimageräte noch viel mehr als kühlen: Sie regulieren auch die Luftfeuchtigkeit und können in der Übergangszeit oder im Winter zum Heizen genutzt werden.
Die Heizfunktion von Split-Klimageräten kann die Laufzeit einer vorhandenen Gas- oder Ölheizung deutlich verkürzen und dadurch Energiekosten senken. Laut Berechnungen der Stiftung Warentest heizen die Split-Klimageräte in vielen Fällen sogar günstiger als eine Gasheizung. Zu den effizienten Modellen zählt unter anderem die Split-Klimaanlage Daikin Perfera.
Beratung, Planung und Montage sollten in die Hände erfahrener Fachhandwerker gelegt werden, Experten und Expertinnen vor Ort können sie hier beraten oder man kann sich selbst auf die Suche begeben, spezialisierte Betriebe in der Nähe zu finden.
Die Installation ist dabei relativ einfach und kann auch problemlos im Bestand umgesetzt werden. Angesichts steigender Preise für fossile Energieträger gewinnt dieser Kostenvorteil nochmals an Bedeutung. Luft-Luft-Wärmepumpen sind förderfähig. Für viele Haushalte werden strombasierte Lösungen, die Umweltwärme nutzen, damit zunehmend interessant - sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht.
Mit einem Split-Klimagerät ist es möglich, von diesen Vorteilen zu profitieren, ohne gleich die bestehende Heizung komplett ersetzen zu müssen. djd
In Richtung der Sonne
Auf die Himmelsrichtung kommt es an: Wer Heizkosten niedrig halten will, sollte sie bei der Hausplanung im Blick haben.
Im Wohnzimmer soll es schön hell sein, auf der Küchenfensterbank mediterrane Kräuter gedeihen - und wie schön wäre es, würde man beim Aufwachen von ersten Sonnenstrahlen geweckt: In welche Himmelsrichtung die Fenster unserer Räume zeigen, hat Einfluss aufs Wohn- und Wohlgefühl im Haus. Doch nicht nur das: Mit der richtigen Gebäude- und Fensterausrichtung lässt sich Energie sparen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen hin.
Hauptfensterflächen sollte man bei Neubauten etwa nach Süden ausrichten. Denn so kann man Sonnenwärme passiv ins Gebäude holen: Die Fenster lassen im Winter tiefstehende Sonne ins Haus und liefern kostenlose Wärme. Dann, wenn sie gebraucht wird, in der Heizperiode. Den Verbraucherschützern zufolge ersetzen solche solaren Gewinne keine effiziente Gebäudetechnik. In der Übergangszeit lässt sich der Heizbedarf damit spürbar reduzieren.
Bei Neubauten sollte man dafür direkt auf eine passende Anordnung der Räume achten: Wohnung und Kinderzimmer profitieren von einer Südausrichtung. Flure, Abstellräume und Treppenhäuser, in denen man sich wenig aufhält, sind auf der Nordseite besser aufgehoben. Aber große Fenster sollte man mit Bedacht einplanen. Denn ohne Verschattung führen sie im Sommer schnell zur Überhitzung, in Winternächten geht über schlecht verglaste Flächen mehr Wärme verloren, als tagsüber gewonnen wurde.
Dagegen arbeiten kann man für den Sommer mit außenliegenden Verschattungssystemen. Auch der Dachüberstand ist wichtig - und kann die Sommersonne draußen halten, ohne den Wintergewinn zu beeinträchtigen. Außerdem sollte man auf Fenster mit Dreifachverglasung setzen, die nächtliche Wärmeverluste im Winter minimieren. Wichtig: Nachträgliche Korrekturen bei Raum- und Fensterplanung sind oft schwer möglich. Sowohl die Ausrichtung wie den Grundriss des Hauses sollte man deshalb so früh wie möglich abstimmen. dpa/tmn