50 Jahre alt oder 50 Jahre jung? Remseck am Neckar hat in diesem Jahr auf jeden Fall sein Jubiläum gefeiert. 1975 sind die sechs Gemeinde mit ihren sechs räumlich getrennten Stadtteilen - wie so viele andere Städte - im Rahmen der badenwürttembergischen Gebietsreform zunächst unter dem Namen Aldingen am Neckar gegründet und 1977 in Remseck am Neckar umbenannt worden. Seit 2004 darf sich Remseck am Neckar Große Kreisstadt nennen.
Von was Remseck in den vergangenen Jahren auf jeden Fall profitiert hat, ist die Landesgartenschau. 2019 hat die erste interkommunale Gartenschau in der fast 40-jährigen Geschichte der Gartenschauen in Baden-Württemberg stattgefunden. Was kaum jemand für möglich gehalten hat, ist wahr geworden: von der Quelle der Rems in Essingen bis zur Mündung in den Neckar in Remseck wurde das Remstal auf einer Länge von 80 Kilometern in einen „Unendlichen Garten“ verwandelt.
Einladung am Steg oder Strand zu Verweilen
In Remseck geblieben ist zum Beispiel der Neckarstrand, dort wo die beiden Flüsse Rems und Neckar zusammenfließen. Direkt an der Mündung gegenüber vom „Hechtkopf“ - einer Landzunge - gelegen, lädt der Neckarstrand nicht nur Spaziergänger und Radfahrer zum Verweilen ein. Für Sommer- und Sonnenflaneure und -flaneurinnen ist hier ein Platz entstanden mit einer angenehmen Atmosphäre zwischen Urbanität und Natur. Für viele Bürgerinnen und Bürger, für Familien, aber auch für Gäste, Radfahrer, Läufer oder sämtliche Freizeitsportler ist hier ein Ort entstanden, an dem man sich erholen kann.

Ansonsten setzt sich Remseck aus mehreren Stadtgebieten zusammen: Aldingen ist mit über 8400 Einwohnerinnen und Einwohnern der größte Stadtteil von Remseck am Neckar. Aldingens Ortskern liegt direkt am östlichen fließenden Neckar, dort wo die Sonntagsradlerinnen und -radler am Wochenende aus der Landeshauptstadt ankommen.
„Von Hohenberg“ nannten sie sich selbstbewusst, die Ritter, die im heutigen Hochberg fünfzig Meter hoch über dem Neckar saßen. Reizvoll ist der Blick aus der Talaue immer noch: das Schloss auf dem Bergrücken, nebenan die Kirche. Eins am andern aufgereiht stehen die Häuser zu beiden Seiten der Hauptstraße.
Der historische Ortskern Neckargröningens hat ebenfalls vieles von seinem ursprünglichen Gepräge bewahrt. Hofanlagen mit Fachwerkhäusern finden sich in der Ludwigsburger Straße.
Neckarrems der Name beinhaltet eigentlich das, was ja eigentlich für den ganzen Zusammenschluss der Gemeinden steht: nämlich Neckar und Rems. Allerdings war weit wichtiger für den Ort die Rems, nicht nur, weil sie einst die Mühle trieb, oder weil man auf ihr das Scheiterholz aus dem Schwäbischen Wald herab bis nach Neckarrems flößte.
Wasser spielte auch in Neckargröningen eine Rolle: Wassersnöte machten den Neckargröningern bis ins neue Jahrhundert hinein das Leben schwer. Nur die Kirche weiter oben im Dorf bot Schutz vor den Neckarfluten. Heute breitet sich Neckargröningen zwischen der Landesstraße nach Ludwigsburg und dem Neckardamm aus.
Ein amerikanischer Panzergeneral stand Pate, als die US-Armee 1954 am westlichen Markungsrand Aldingens eine Siedlung zu bauen begann: Pattonville. Nach der deutschen Wiedervereinigung hatten die Alliierten das Besatzungsstatut aufgehoben. Über die vergangenen Jahre ist der Stadtteil nun insbesondere für junge Familien zu einem beliebten Wohngebiet geworden.
Von der Redaktion