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Großbottwar: Harzberghalle steht wieder zur Verfügung

Blick auf aktuelle Nachrichten und Projekte: Jahreskonzert der Stadtkapelle als erster Höhepunkt, Modellprojekt für autarke Energieversorgung, mehr Aufenthaltsqualität in der Nähe des historischen Rathauses

Großbottwar: Harzberghalle steht wieder zur Verfügung

Blick in die Harzberghalle, die aufwändig saniert werden musste und nun wieder geöffnet ist.    Foto: Werner Kuhnle

Was lange währt, wird endlich gut: Nach fast vier Jahren kann die Harzberghalle wieder genutzt werden. Die im Jahr 2020 eingeweihte Halle musste erst wegen Corona und dann wegen eines Wasserschadens wieder geschlossen werden. 

Nun steht das Vereins- und Kulturhaus nach der aufwändigen Sanierung wieder allen zur Verfügung: Die Harzberghalle kann für private, gewerbliche und öffentliche Veranstaltungen gemietet werden - vom Event im großen Saal mit 500 Sitzplätzen bis hin zur Familienfeier im kleinen Saal.
Informationen zur Vermietung gibt es auf der Webseite der Stadt Großbottwar: www.grossbottwar.de/seite/541800/harzberghalle.html .

Jahreskonzert der Stadtkapelle
Die erste große Veranstaltung nach der Wiedereröffnung am vergangenen Wochenende im Rahmen der Neujahrsbegegnung ist das Jahreskonzert der Stadtkapelle Groẞbottwar am 24. Januar 2026. 

Beginn ist um 19 Uhr, der Einlass ab 18 Uhr. Eintrittskarten sind ausschließlich an der Abendkasse erhältlich und kosten 10 Euro, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren haben freien Eintritt. Der Konzertabend verspricht ein besonderes Highlight: die Uraufführung der "Heimat-Suite", die musikalisch Szenen aus Großbottwar in den Stücken "Idyll an der Wassermühle", "Wunnenstein - eine keltische Nacht" und "Berg in Flammen" beschreibt. 

Weitere Termine sind eine Weinmesse (28. Februar bis 1. März), eine Schlagerparty mit Heike Wanner (13. März), eine Matinee des Bottwartaler Winzerchors (26. April) sowie das Jahreskonzert des Harmonika-Vereins (12. Dezember).
Am 4. März findet die Einsetzungsfeier von Bürgermeister Ralf Zimmermann in der Harzberghalle statt. Er konnte sich bei der Wahl im vergangenen Dezember über großen Zuspruch freuen, als er 93 Prozent aller abgegebenen Stimmen erhielt. Seit 2009 ist er Schultes der Gemeinde, 2025 kandidierte er ohne Gegenkandidaten für eine dritte Amtszeit. 

Unternehmen aus der Region

Modellprojekt in den Weinbergen
Auch 2026 will er vieles in der Gemeinde anpacken: Die Energieversorgung in Großbottwar soll autark werden. Laut Ralf Zimmermann gibt es viele gute Argumente für eine Photovoltaikanlage am Neuberg: "Der Gemeinderat und die Stadtverwaltung wollen mit der PV-Anlage einen Beitrag zur Energie-Transformation leisten und gleichzeitig für die Wengerter in Großbottwar tätig werden. Dem Weinbau muss geholfen werden - wir müssen den negativen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Dabei kann unser Modellprojekt PV in den Weinbergen helfen." Geplant ist eine Kombination aus einer etwa 10 Hektar großen Photovoltaikanlage im Gebiet Neuberg sowie möglicherweise eine Windkraftanlage.

Unternehmen aus der Region

Neuordnung der Wasserversorgung
Nicht nur bei der Energie will Großbottwar unabhängiger werden, auch die Wasserversorgung wird neu geordnet: Das neue Wasserwerk am Stockbrunnen soll ab 2027 zur verlässlichen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Trinkwasser beitragen. Künftig sollen wieder zwei Drittel des Wasserbedarfs in Großbottwar aus eigenen Quellen kommen. Eine Wasseraufbereitung mit Ultrafiltrationsanlage sowie die Desinfektion mit UV-Strahlen wird das eigene Wasser auf die nötige Qualität bringen. 

Unternehmen aus der Region

Verunreinigungen hatten dazu geführt, dass die Eigenversorgung in den vergangenen Jahren schrittweise abgenommen hatte. Einen Schritt weiter ist Großbottwar bei der Energie-Versorgung: Seit Oktober 2025 bietet der Dienstleister Energie Bottwartal Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien, Gas sowie Beratung zu den Themen Photovoltaik und Elektromobilität an. 

Das Unternehmen ist eine Gesellschaft der Stadt Großbottwar und der Stadtwerke Calw, das Kunden- und Beratungszentrum liegt mitten in der Großbottwarer Altstadt in der ehemaligen Bäckerei Weigle. Dort, in der Nähe des historischen Rathauses, soll ein weiteres Projekt starten: Die Stadt plant, versuchsweise ein Stück der Kirchstraße zu sperren und so mehr Aufenthaltsqualität, Platz für Außengastronomie und damit mehr Leben im Stadtkern zu schaffen. Nach aktuellem Stand soll ab März die Kirchstraße zwischen der Entengasse und dem Marktplatz für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt werden.

Unternehmen aus der Region

Großer Erfolg beim "Fest am Bach"
Dass man in Großbottwar Neuem gegenüber aufgeschlossen ist, zeigt unter anderem der Erfolg des Straßenfests 2025: Das fand im vergangenen Jahr nicht mehr in der Innenstadt statt, sondern zog auf dem Platz vor der Harzberghalle um und bekam einen neuen Namen: Auch beim "Fest am Bach" feierten Großbottwarer und Gäste von auswärts drei Tage mindestens so fröhlich wie früher in der Innenstadt. Das neue Festgelände zwischen Harzberghalle und Wunnensteinhalle bietet eine gute Infrastruktur und macht es einfacher, alle aktuellen Sicherheitsbestimmungen umzusetzen.


Von Andrea Veyhle