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Genussvoll speisen in Stuttgart und der Region

Genussvoll speisen in Stuttgart und der Region

Traditionell schwäbisch oder doch lieber international: Eine Gourmet-Tour von Maultaschen über Sushi und Okra bis hin zu Paella und Pljeskavica.

Regine Gerst

Fotos: stock.adobe.com

Regine Gerst

Man muss nicht in den Flieger steigen oder einmal um den Globus reisen, um fremde Esskulturen kennenzulernen. Die gibt es auch hierzulande. In Stuttgart und der Region, dem Eldorado für Genießer der internationalen Küche. 

Die gehobene türkische Gastronomie überzeugt nicht allein in Stuttgart, wie etwa im Café „Blüte“. Sie ist auch andernorts angesiedelt. So verwöhnt in Sindelfingen das Restaurant „3 Mohren“ seine Gäste mit Aromen der anatolischen und osmanischen Küche. Vegetarisches ist liebevoll angerichtet und auch bei Meze, Köfte, Kebap oder Fischgerichten isst das Auge mit. Beim sonntäglichen Brunch wähnt man sich gar im Schlaraffenland. Die Zutaten der reichhaltigen Menüs bezieht der Gastronom aus der Region, das Lammfleisch überwiegend aus dem Biosphärengebiet der Schwäbische Alb. 

Von hier nach dort. Die persische Küche gilt als die französische Küche des Orients. Safran, Limetten und Granatapfel klingen nach tausendundeiner Nacht, wie die Speisekarte im „Safran“, einem hübschen persischen Restaurant mit familiärer Atmosphäre in der Nähe der Stuttgarter Liederhalle. Hier bekommt der Gast zum vegetarischen Gemüseteller Safranreis mit Pistazien, Berberitzen und Musir-Dip gereicht. Hülsenfrüchte wie Bohnen werden mit einer Kräutersauce aus Spinat, Bockshornklee und Koriander angerichtet. Hähnchen und Hackspieße begeistern mit außergewöhnlichen Röst­aromen.

Genussvoll schlürfen darf man im japanischen „Kurose“ in der Rotebühlstraße. Alle Suppen, darunter Shoyu-, Miso-, Tonkotsu- und Vegi-Ramen, lassen sich mit verschiedenen Toppings ergänzen. Sämtliche Speisen sind mit hausgemachten Soßen angerichtet. Sushi Nigiri, Maki oder Sashimi sind stets perfekt geformt, gerollt und ästhetisch drapiert. Die Biere Kirin und Asahi gibt es frisch gezapft vom Fass, die Speisen auch zum Mitnehmen.

Gutes und authentisches vietnamesisches Essen aus dem Wok findet man im „Viet Green“ in Vaihingen. Als gleichfalls authentisch zählt das koreanische „Soban“ in der Stuttgarter Breitscheidstraße. In den verschiedenen angebotenen Bowls sind alle fünf Geschmacksrichtungen – süß, salzig, sauer, bitter und umami – vereint. 

Mild, mittelscharf oder scharf – in indischen Lokalen findet jeder Gast die passende Würzung. Auf eine Dal Sorwa, die traditionelle Linsensuppe, sollte man etwa im „Sangam“ in Ludwigsburg nicht verzichten. Und dass indische Küche mehr kreiert als nur Curry und Tandoori, beweist das „Brunchurry“ in Sindelfingen. Darüber hinaus bietet das Restaurant eine große Auswahl an veganen und vegetarischen Speisen. 

Thailändische Köstlichkeiten werden im „Lek’s“ in der Stuttgarter Neckarstraße aufgetischt. Viele Gerichte stammen aus dem Nordosten Thailands, dem Isan. In dieser Region werden die Speisen kalorienärmer ohne Kokosmilch zubereitet, dafür mit vielen exotischen Kräutern. Klassiker der Thai-Küche wie Suppen, Salate, Currys oder Pad Thai kann man von mild bis sehr scharf bestellen. Im „Samphat Thai“ in Tübingen werden diese Küchenklassiker gern vegetarisch, vegan oder glutenfrei verspeist. 

Kulinarisches Erlebnis auf höchstem Niveau und Ökologie passen zusammen.

Weit weg liegt auch Afrika. Doch seit 37 Jahren ist das Restaurant „Ebony“ mit seinen afrikanischen Spezialitäten in Stuttgart zu Hause. Das farbenfrohe Restaurant verköstigt seine Gäste mit würzigen Fleischeintöpfen und traditioneller ostafrikanischer Küche. Dabei kommen Gewürze, Kräuter und Zutaten teilweise direkt aus Afrika. In wohldosierter Form verleihen sie den Gerichten ihre typische, unverwechselbare Note. Ob Ingera – das ostafrikanische Fladenbrot –, Couscous, Okra, Falafel, gedämpftes Gemüse oder Fleischgerichte in scharf-würziger Soße: Alles wird frisch zubereitet. Vieles kann als vegane Variante bestellt werden. 

So vielfältig die Speisen in Afrika und Asien, so abwechslungsreich zeigt sich das Essen in Europa. Feuriges und Würziges wird in der traditionellen spanischen Küche kredenzt. Tapas, Fleisch- und allerlei Fischgerichte, gegrillte Jakobsmuscheln oder Paella mit Hummer, Seeteufel und Venusmuscheln: Die Speisen im familiengeführten „José y Josefina“ im Stuttgarter Westen schmecken nach Süden und Meer.

Doch Schlemmen geht auch auf Italienisch. Am Rathausplatz in Esslingen überzeugt das Restaurant „Accanto“ nicht allein mit stylischem Ambiente, sondern mit feiner italienischer Kost. So überrascht das Küchenteam mit ausgefallenen Vorspeisen, wie Piemonteser Rindfleisch-Tatar mit rohem Eigelb, Kartoffelcreme Tropea-Zwiebeln und Peperone-Crusco-Pfeffer. Ideenreich auch die vegetarische Version. Auf die leckeren Antipasti folgen Pasta, Pesce oder verschiedene Fleischgerichte. 

Ein weiterer Edelitaliener hat sich in Waiblingen etabliert. Im „Mamma Roma“ am Marktplatz wird ausschließlich Erlesenes serviert. Raviolini mit Hummerfüllung, Rinderfilet in Barolo-Sauce mit frischem Gemüse oder Pinsa-Kartoffel mit frischen schwarzen Trüffeln. Nachspeisen wie Panna Cotta, Tiramisu oder Tartufo versüßen das Menü. Die wechselnde Tageskarte und die große Auswahl an Spitzenweinen machen das „Il Boccone“ in Ludwigsburg zu einem genussvollen Treffpunkt. Und auch im „Pia“ in Bietigheim-Bissingen ist der Service angenehm und freundlich, das Interieur modern und die Gerichte der Saison lecker. Lieblingsitaliener gibt es inzwischen wohl in jeder Stadt. 

Herzhaft Schmackhaftes vom Balkan kommt in der „Alten Wache“ am Hölderlinplatz in Stuttgart auf den Tisch. Etwa Cevapcici, Raznjici und Pljeskavica. Dazu gibt es den aromatisch-saftigen Djuvec-Reis, rohe Zwiebeln und eine ordentliche Portion Ajvar. Die Grillplatte vom offenen Kamin ist ein besonderes Geschmackserlebnis.

Griechisch-Mediterranes mit verfeinerter Note erwartet den Gast im Restaurant „Ilysia“ am Bubenbad. In dem langjährigen Stuttgarter Familienbetrieb wird freundlicher Service großgeschrieben. Vorspeisen wie Tzatziki, Taramas oder selbst gemachte gefüllte Weinblätter bringen den Sommer zurück. Moussaka, Gyros, Lamm und Leber stillen das Fernweh. Wer Französisches liebt, wird im „Augustenstüble“ in Stuttgart-West gut bewirtet. Speisen und Getränke sind hier vom Feinsten. Paté, Boeuf Bourguignon und Desserts gibt es à la Carte oder im Drei- oder Vier-Gänge-Menü. 

Noch mehr Haute Cuisine kreieren die Spitzenköche der acht Gourmettempel der Landeshauptstadt – zehn weitere gibt es um den Talkessel herum. Und klar: Kulinarisches Erlebnis auf höchstem Niveau und Umweltbewusstsein passen zusammen. Das beweisen die Tress-Brüder auf der Schwäbischen Alb. 2021 wurde ihr Bio-Fine-Dining-Restaurant „1950“ in Hayingen mit dem „Michelin“-Nachhaltigkeitssymbol ausgezeichnet – als weltweit erstes Demeter & Bioland Fine-Dining.

Überhaupt: Hervorragend schwäbisch gekocht wird überall. Käsespätzle, Zwiebelrostbraten oder Maultaschen munden im „Schützenhaus“ in Aichtal und im „Platzhirsch“ in Böblingen so vortrefflich wie in der „Alten Vogtei“ in Köngen.

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