Juttas Brischt aus Karlsruhe covern Judas Priest. Foto: Veranstalter

Nach der erfolgreichen – und ausverkauften – Premiere des Hardrock-Festivals im Vorjahr gibt es im April zwei Tage lang Hardrock in der Alten Sporthalle in Alfdorf (Rems-Murr-Kreis). Am Start sind Tribute Bands aus Deutschland und Italien.

Das eher beschauliche Alfdorf, ganz im Osten des Rems-Murr-Kreises und am Rand des Welzheimer Waldes gelegen, könnte sich zum Indoor-Wacken für Hardrock-Fans im Südwesten entwickeln. Am Freitag, 11. April, und am Samstag, 12. April, steigt dort die zweite Ausgabe von „Rock uf ´em Berg“. Nach dem Erfolg der – ausverkauften – Premiere im Vorjahr in der Alten Sporthalle haben die beiden Macher, Michael Rapp, der langjährige Wirt der Livemusik-Kneipe Zom Täle in Urbach, und der Alfdorfer Heavy-Metal-Anhänger Thomas Schurr, das Festival auf zwei Abende ausgedehnt.

 

Die Gemeindeverwaltung und Vereine unterstützen die Festivalmacher

Der Name „Rock uf ´em Berg“ verweist auf die Lage von Alfdorf, das auf fast 500 Höhenmetern liegt. Und den Ort haben die Freunde Rapp und Schurr, genannt Rappi und Schurri, die den gleichen Musikgeschmack teilen, mit Bedacht gewählt. Die Gemeinde und Bürgermeister Ronald Krötz stehen hinter ihnen. Die Alte Sporthalle haben die Festivalmacher zu einem „humanen Mietpreis“ bekommen, so Rappold. Die Sparkassenversicherung und das Welzheimer Café Westkastell, das auch Essen für die Veranstaltung liefert, sind Sponsoren.

Unbreakable aus Italien zollen Scorpions Tribut. Foto: Veranstalter

Wie im Vorjahr ziehen auch Alfdorfer Vereine wieder mit. Allen voran die Freiwillige Feuerwehr, in der Thomas Schurr auch aktiv ist, deren Mitglieder bei der Bewirtung sowie beim Auf- und Abbau anpacken. In Alfdorf tickten die Uhren im positiven Sinn generell noch ein wenig anders, sagen sie, und Thomas Schurr ist im Ort gut vernetzt. Indes allein die Hard’n’Heavy-Fans in den Reihen der insgesamt etwas mehr als 7000 Alfdorferinnen und Alfdorfer werden die Halle nicht zwei Tage lang füllen. „Wir hoffen natürlich, dass aus dem Umland ganz viele kommen“, sagt Rapp. Zumal auch aus seiner Heimatstadt Schorndorf starke Unterstützung kommt. Der dortige Motorradclub stellt an zwei Tagen die Security.

Im Vorjahr waren 400 Headbanger jeglichen Geschlechts in der Alten Sporthalle versammelt, gespielt wurde Musik der Böhsen Onkelz und Guns N’Roses. Die ausverkaufte Halle und die positive Resonanz der Gäste haben Michael Rapp und Thomas Schurr ermutigt, nicht nur das zweite „Rock uf ´em Berg“ zu organisieren, sondern das Festival sogar auf zwei Tage auszudehnen. „Im Vorjahr war es ein Testlauf, ob es überhaupt läuft, jetzt schauen wir mal, ob es auch über zwei Tage funktioniert“, sagt Rapp. Angst, dass Alfdorf irgendwann einmal von fast 100 000 Hardrockfans überrollt wird, wie das etwas mehr als 2000 Einwohner zählende Wacken in Schleswig-Holstein in jedem August, brauchen weder die Bürgerinnen und Bürger noch die Gemeindeverwaltung haben. „Wir machen schließlich kein Open-Air, und mehr als rund 400 Fans passen nicht in die Alte Sporthalle.“

Ausnahmslos Tribute-Bands stehen auf der Festivalbühne

Fünf Bands, zwei am Freitag, drei am Samstag, stehen auf der Festivalbühne. Auch diesmal sind es ausnahmslos Tribute Bands. Die Mehrzahl davon kommt aus Italien, das diesbezüglich vor allem im Norden des Landes eine „Hochkultur“ habe, sagt Rapp, der sich als erprobter Veranstalter von Live-Konzerten für die Bandauswahl verantwortlich zeichnet – und für das Festival eigens eine Firma namens RR Hard & Heavy Entertainment gegründet hat.

Michael Rapp organisiert zusammen mit Thomas Schurr das Rockfestival. Foto: Eva Herschmann

Die Hardrock-Fete in Alfdorf beginnt am Freitag, 11. April, 20 Uhr, mit zwei Formationen aus Italien: zum einen War Machine mit AC/DC-Klassikern sowie The Ides of March, die sich Iron Maiden verschrieben haben. Am Samstag, 12. April, spielen ab 19 Uhr Juttas Brischt aus Karlsruhe Songs von Judas Priest, die Metallica-Tribute-Band Magnetica aus Belgien und Unbreakable, die den Scorpions Tribut zollen und ihre Wurzeln in Norditalien haben.

Karten ab 42,08 Euro gibt es online und bei der Tankstelle Elsser, Yasmins kleiner Kneip sowie der Ratsstube in Alfdorf. Der Vorverkauf, sagt Michael Rapp, laufe ordentlich, aber da gehe sicher noch mehr. „Beim ersten Rock uf ´em Berg hatten wir für die Abendkasse gerade mal noch 30 Restkarten übrig.“