Zur Stadtplanung in Gerlingen Realitätsfern

Von Franziska Kleiner 

Im Norden der Stadt soll ein neues Baugebiet entstehen. Foto: factum/Granville
Im Norden der Stadt soll ein neues Baugebiet entstehen. Foto: factum/Granville

Rathauschefs müssen miteinander kooperieren können, wollen sie zum Wohle ihrer Bürger arbeiten, meint unsere Autorin.

Gerlingen/Ditzingen - Die Rathauschefs erinnern an streitende Kinder: Wie du mir, so ich dir. Gerlingen lehnt den Autobahnanschluss ab, der Ditzingern eine Verkehrsentlastung in der Siemensstraße bringen soll. Ditzingen wiederum hat Einwände gegen das von den Nachbarn geplante Baugebiet, weil es weiteren Verkehr auf diesem Zubringer zur Autobahnanschlussstelle bringen wird. Dieses Verhalten ist nicht nur albern, es ist kritikwürdig: Zwei Verwaltungschefs tragen ihren Machtkampf auf dem Rücken der Bürger aus.

Nicht nur dem Ego verpflichtet

Die Verwaltungschefs sollten sich bewusst machen, dass sie nicht sich und ihrem Ego, sondern ihren Bürgern verpflichtet sind. Und sie haben deren Wohl zu dienen. Zumal in einer Zeit, in der Menschen täglich in der Region unterwegs sind, weil sie in der einen Stadt leben, der anderen arbeiten und in der dritten ihre Freizeit verbringen. Anders als vor Jahrzehnten beschränkt sich der Lebensraum der Bürger also nicht mehr auf einen Ort. Die Aufgabe der Verwaltungschefs aber ist es, den Lebensraum zum Wohl der Bürger zu gestalten. Allein dafür sind sie gewählt worden.

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