Winfried Kretschmann in Freiburg Foto: dapd

SWR sucht für die neuen politischen Kräfteverhältnisse im Land nach Lösung.

Stuttgart - Der Termin der Landtagswahl am 27. März rückt unaufhörlich näher, aber der Südwestrundfunk hat ein nie da gewesenes Problem. Nach Informationen der Stuttgarter Nachrichten prüft der Sender derzeit, ob es wie bei vergangenen Landtagswahlen ein TV-Duell mit den Spitzenkandidaten von CDU und SPD gibt oder ob als Reaktion auf den Aufschwung der Grünen daraus ein TV-Dreikampf wird. "Wir sind noch in der Meinungsbildung, eine Entscheidung wird Anfang Februar fallen", sagte SWR-Chefredakteur Michael Zeiss am Donnerstag.

Bei der Landtagswahl 2001 hatte es erstmals ein TV-Duell im Südwesten gegeben. Damals saßen sich Ministerpräsident Erwin Teufel und SPD-Spitzenkandidatin Ute Vogt gegenüber. Vor der Landtagswahl 2006 stritten Ministerpräsident Günther Oettinger und für die SPD erneut Ute Vogt über landespolitische Themen. In beiden Fällen schalteten rund 500.000 Zuschauer ein. Und wer tritt diesmal an? Gesetzt ist bisher nur Ministerpräsident Stefan Mappus. Ob er allein mit SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid diskutieren wird oder auch Grünen-Spitzenkandidat Winfried Kretschmann mitmachen darf, ist offen. Man mache die Entscheidung "von mehreren Kriterien abhängig", so Zeiss, dazu gehörten Wahlergebnisse, "die politische Relevanz" in der jüngsten Vergangenheit sowie Wahlumfragen. Nur der Termin ist schon fixiert: 16. März. An diesem Abend findet auch in Rheinland-Pfalz der TV-Schlagabtausch statt. Aber dort hat es der SWR leichter, weil nur zwei Kombattanten geladen werden mussten: Ministerpräsident Kurt Beck und Herausforderin Julia Klöckner (CDU).