Peter Beard dokumentierte mit dem Fotobuch „The End of the Game“ 1963 das Artensterben in Kenia – ein Grundlagenwerk der Naturschutzliteratur. Er porträtierte aber auch Musiker wie David Bowie und Mick Jagger . Ein Bildband würdigt das Schaffen des jüngst verstorbenen Künstlers.
New York - Peter Beard wandelte zwischen den Welten. Einerseits verbrachte er einen großen Teil seiner Zeit in Afrika. Schon in seiner Jugend hatte er den Kontinent bereist, um die Tierwelt, insbesondere die Elefanten und deren Artensterben, zu dokumentieren. Dazu umwehte ihn der Ruf eines Dandys und Lebemanns. Gerne zeigte er sich auf Partys im legendären New Yorker „Studio 54“ und umgab sich mit illustren Menschen wie der Ehefrau des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy, Jackie Kennedy, dem Künstler Andy Warhol oder dem Schriftsteller Truman Capote. Er fotografierte Stars wie David Bowie oder Mick Jagger und Models wie Iman, die er angeblich in den Siebzigerjahren in Nairobi auf der Straße entdeckte. „Das Letzte, was es in der Natur noch gibt, ist die Schönheit der Frauen, deswegen macht es mich sehr glücklich, sie zu fotografieren“, sagte Beard einmal.
Beard dokumentierte das Massensterben der Elefanten
In New York 1938 als Sohn reicher Eltern geboren, dokumentierte er nach seinem Abschluss an der Yale-Universität im Tsavo-Nationalpark in Kenia das Massensterben der Elefantenherden und anderer Wildtiere, deren Lebensraum wegen der Bevölkerungsexplosion zusammenschrumpfte. 1963 erschien sein Fotobuch „The End of the Game“, bis heute ein Grundlagenwerk der Naturschutzliteratur. Darin zeigte sich bereits Beards künstlerische Neigung. Er kombinierte Tagebucheinträge mit Fotos, Malerei und Objekten zu biografischen Collagen. Nun, da Peter Beard im Alter von 82 Jahren verstorben ist, wie seine Familie vergangene Woche mitteilte, erscheint ein neuer Bildband im Taschen-Verlag. „Peter Beard“ vereint seine Werke, eine Mischung aus Tier- und Naturästhetik, Pop-Art-Einflüssen, Promi-Glamour und Supermodelerotik,.