Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, setzt auf das Transformationsbündnis Automobilwirtschaft, um die Auswirkungen des Wandels in der Branche abzumildern. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Auf Landesebene gibt es bereits zwei Gremien, die sich mit der Zukunft der Automobilwirtschaft befassen. Braucht es da noch ein drittes für die Region Stuttgart? Ja, wenn das Bündnis seine Chancen wahrnimmt, meint Redakteur Thomas Durchdenwald.

Stuttgart - Auch das noch, mag sich mancher denken. Gibt es nicht schon den Strategiedialog Fahrzeugbau bei Ministerpräsident Kretschmann und den Transformationsrat bei Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. Muss jetzt auch noch ein Transformationsbündnis Automobilwirtschaft Region Stuttgart gegründet werden, in dem sich einmal mehr Arbeitgeber und Gewerkschaften, Kammern und Arbeitsagentur, Politik und Wissenschaft mit den Veränderungen beschäftigen, vor der die bedeutendste Branche der Region steht? Nur ein weiteres Gremium also, das nach dem Motto agiert: Es ist schon alles gesagt, aber nicht von uns.

Chance auf konkrete Projekte

Gewiss, die Gefahr besteht. Doch das Bündnis hat die Chance und den Willen, sich konkret mit den Erfordernissen der Region Stuttgart zu befassen und den Erkenntnissen auch Taten folgen zu lassen. Dabei zielt es weniger auf die Großen der Branche, deren Chefs ohnehin Gehör bei der Politik finden und bei denen sich ganze Abteilungen mit der Zukunft beschäftigen, sondern auf kleine und mittlere Betriebe, die sich diesen Fragen nicht intensiv widmen können. Und auf deren Belegschaften, die ebenfalls fit gemacht werden müssen.

Auch das noch? Ja, wenn es seine Chance wahrnimmt, ist das Transformationsbündnis bitter notwendig.