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Nach dem Zugunglück im Nordwesten Russlands hat die russische Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf einen Terroranschlag eingeleitet.

Moskau - Nach dem Zugunglück im Nordwesten Russlands hat die russische Generalstaatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf einen Terroranschlag eingeleitet. Außerdem werde wegen illegalem Besitz von Waffen und Sprengstoff ermittelt, berichteten russische Nachrichtenagenturen am Samstag. Bei dem Zugunglück am Freitagabend auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg kamen nach Angaben von Rettungskräften mindestens 39 Menschen ums Leben.

Nach Angaben der russischen Eisenbahngesellschaft (RJD) entgleisten vier Waggons des Newski Express. Das Unglück ereignete sich um 21.34 Uhr Ortszeit (19.34 Uhr MEZ) in der Region Nowgorod. In den insgesamt 14 Waggons hätten sich fast 660 Passagiere und rund 20 Schaffner befunden, meldete Itar-Tass unter Berufung auf das Katastrophenschutzministerium.

Laut Interfax wurde nahe der Gleise ein Krater mit einem Meter Durchmesser entdeckt. Augenzeugen hätten kurz vor dem Entgleisen der Waggons einen Knall gehört. Die Nachrichtenagentur Ria-Nowosti zitierte eine andere Sicherheitsquelle, wonach möglicherweise ein Sprengsatz unter einem der Waggons angebracht war.

In der Region war im August 2007 ein Anschlag auf den Newski Express verübt worden. Dabei waren rund 60 Menschen verletzt worden. Wer damals für die Bombenexplosion nahe der Gleise verantwortlich war, blieb unklar.

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