Gut 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zur ersten Bezirkskonferenz ins Bürgerhaus Rot gekommen. Foto: privat/privat

In Zuffenhausen ist mit der Bezirkskonferenz ein neues Forum der Bürgerbeteiligung ins Leben gerufen worden. Es soll Vernetzung und Koordination fördern.

Zuffenhausen - Vernetzung und Koordination innerhalb Zuffenhausens sollen auf eine neue Basis gestellt werden. Vor diesem Hintergrund fand die Gründungssitzung der neuen Bezirkskonferenz statt. Eingeladen hatten Bezirksvorsteher Saliou Gueye und Bianca Jahnke, die Leiterin des Service- und Begegnungszentrums der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Gut 40 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen fanden sich zusammen um sich kennenzulernen, aber auch um erste Ideen zu entwickeln und konkrete Aktionen auf den Weg zu bringen.

Zuffenhausen als Wirtschafts- und Kulturstandort stärken

„Hier im Stadtbezirk muss ein Wir-Gefühl entstehen“, sagte Gueye. Gemeinsam könne man sich dafür einsetzen, dass der Bezirk lebenswerter werde und sich die Menschen in Zuffenhausen wohl fühlen. Es mangle keinesfalls an Aktivitäten oder Engagement, sondern an Vernetzung und Koordination. Grundgedanke sei es, auf existierenden Strukturen aufzubauen und ein Forum zu gründen, in dem die verschiedenen Akteure Gelegenheit bekämen, sich auf verschiedene Art und Weise zum Wohle des Bezirks einzubringen. Ziel sei es, Zuffenhausen als Wirtschafts- und Kulturstandort zu stärken. Gueye betonte, dass Zuffenhausen tief greifende strukturelle Probleme habe, die nicht von heute auf morgen zu lösen seien. Dazu brauche es Geduld, viel Engagement und einen langen Atem. Bereits in der Vergangenheit gab es in Zuffenhausen eine Stadtteilrunde – zuletzt freilich mit einer sehr überschaubaren Zahl an Teilnehmern. Diese Runde soll künftig auf eine breitere Basis gestellt werden und drei Mal im Jahr stattfinden. „Wer kann was, wer hat was, wer will was“, beschreibt Bianca Jahnke einen der Ansätze der Konferenz. Wichtig ist den Verantwortlichen, dass keine Parallelstrukturen im Bezirk entstehen, man möchte für die bislang bereits engagierten Bürger keine Konkurrenz sein, sondern sie miteinbeziehen. Und natürlich will man auch dem Bezirksbeirat nicht in die Quere kommen, dieser soll das politische Gremium des Bezirks bleiben.

Jüngere Ehrenamtliche sollen mobilisiert werden

Bei den Teilnehmern der Gründungssitzung stießen die Worte von Gueye und Jahnke auf offene Ohren. „Die Einbeziehung der Bürger zur aktiven Arbeit im Stadtbezirk hat hohe Relevanz“, sagte Martin Gebler von der Baugenossenschaft Neues Heim. Christina Kolb, die Vorsitzende des Zuffenhäuser Bürgervereins, wies darauf hin, dass der Vernetzung älterer und jüngerer Menschen eine große Bedeutung zukäme. Junge Teilnehmer waren bei der Konferenz allerdings kaum vertreten. Vor diesem Hintergrund betonte Hanna Schaaf vom Bund der Selbstständigen, es sei von großer Relevanz, jüngere Ehrenamtliche zu mobilisieren.

Zum Abschluss der Sitzung wurden einige Termine präsentiert: Die Awo möchte am 17. August mit dem Projekt „Kehrwoche 2.0“ starten. Einmal im Monat soll es die Möglichkeit für Ehrenamtliche geben, den Bezirk zu reinigen. Wieder auf die Beine gebracht werden soll das Repair-Café, das wegen der Coronapandemie lange Zeit ausfallen musste. Und verschiedene Religionsgemeinschaften möchten am 23. Oktober in der Pauluskirche ein „Fest des Lebens“ feiern.

Für die nächste Bezirkskonferenz am 26. November ist geplant, dass es „Thementische“ geben wird. Dort können sich kleinere Gruppen zusammenfinden und sich detailliert mit einzelnen Themen beschäftigen.

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