Zuckergehalt in Lebensmitteln Lidl will Zucker in Getränken und Backwaren reduzieren

Von red/AFP 

Um fünf bis acht Prozent will Lidl den Zuckergehalt in Getränken der Eigenmarken reduzieren. (Symbolfoto) Foto: dpa
Um fünf bis acht Prozent will Lidl den Zuckergehalt in Getränken der Eigenmarken reduzieren. (Symbolfoto) Foto: dpa

Nachdem Rewe bereits bei einigen Eigenmarken den Zuckeranteil reduziert hat, will auch Discounter Lidl nachziehen. Andere Hersteller haben ebenfalls vor, ihre Produkte diesbezüglich zu überarbeiten.

Düsseldorf - Der Discounter Lidl will einem Bericht zufolge den Zuckergehalt in seinen Getränken und Backwaren reduzieren. In einigen Erfrischungsgetränken wie Cola und Eistee solle der Zuckergehalt in einem ersten Schritt „um fünf bis acht Prozent“ gesenkt werden, sagte eine Sprecherin des Unternehmens der „Wirtschaftswoche“. Bei den Molkereiprodukten werde derzeit „jeder Joghurt“ überarbeitet, außerdem arbeite Lidl an der Reduktion des Zuckeranteils bei 20 Gebäck- und Backwarenartikeln.

Bei der Umsetzung der eigenen Zuckerreduktionsstrategie sei Lidl „auf einem sehr guten Weg“, sagte die Unternehmenssprecherin dem Magazin weiter. Demnach verpflichtete sich der Discounter Anfang vergangenen Jahres dazu, Zucker und Salz in seinen Eigenmarkenprodukten bis 2025 um 20 Prozent zu reduzieren. Zu den reduzierten Produkten gehörten bereits Frühstücksflocken. Der „Wirtschaftswoche“ zufolge will auch der Handelskonzern Rewe im Laufe des Jahres rund 100 zuckerreduzierte Eigenmarkenprodukte anbieten.

Der Getränkehersteller Eckes-Granini will demnach den Anteil zugesetzten Zuckers in seinen Produkten bis 2020 um zehn Prozent senken. Für Hersteller von Markenprodukten, etwa Dr. Oetker und Bahlsen, sei das Thema ebenfalls interessant und stehe auf der Agenda. Die Diskussion um Zucker in Getränken und Lebensmitteln hatte am Mittwoch durch den Coca-Cola-Report von Foodwatch neuen Auftrieb erhalten. Darin gibt die Verbraucherorganisation dem Konzern eine Mitverantwortung für die Ausbreitung chronischer Krankheiten wie Fettleibigkeit und Diabetes. Foodwatch kritisiert vor allem die Marketingkampagnen des Unternehmens, die sich gezielt an junge Menschen richten.

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