In Zukunft soll die Grundschule im Bild rechts neben der Gemeindehalle Rielingshausen stehen. Foto: Werner Kuhnle

Die Grundschule in Marbach-Rielingshausen ist segmentiert und alt. Jetzt wurde eine richtungsweisende Entscheidung getroffen – das Ergebnis wird jedoch auf sich warten lassen.

Die Situation an der Quellen-Grundschule in Marbach-Rielinghausen ist problematisch. Die voneinander getrennten Gebäude sind alt, die Räume klein und insgesamt gibt es zu wenig Platz. Mittlerweile wurden Container im Schulhof aufgestellt, um das Kapazitätsproblem in den Griff zu bekommen. Der Pausenhof wurde auf eine nahe gelegene Wiese verlagert – auch dort lief jedoch nicht alles rund. Die Fußballtore wurden falsch geliefert, und das Provisorium ist nicht wintertauglich.

 

Für die Stadtverwaltung um Bürgermeister Jan Trost ist es deshalb höchste Zeit, eine Entscheidung für die verlässliche Zukunft der Grundschule zu treffen: Sollen die Bestandsgebäude saniert werden oder soll ein Neubau neben der rund einen Kilometer entfernten Gemeindehalle entstehen?

Einige skeptische Stimmen

Die Kosten für beide Alternativen seien ungefähr gleich, berichteten die zuständigen Architekten. Rechne man zu erwartende Förderungen ein, müsste die Stadt Marbach etwa 12,7 Millionen Euro tragen.

Im Gemeinderat deutete sich am Donnerstagabend rasch eine Mehrheit für einen Neubau an. Als Vorteile nannten die Räte den ausreichenden Platz für ein Schul- und Kitagebäude rund um die Gemeindehalle – sowie bessere Bedingungen für den Sportunterricht und die Spielmöglichkeiten im Freien. „Ein Neubau lässt sich besser kalkulieren“, ergänzte Walther Eulenberger (Freie Wähler). Eine Sanierung könnte zum „Fass ohne Boden“ werden.

Von den Grünen und der Gruppe Puls kamen hingegen skeptische Stimmen. Laut Susanne Wichmann (Grüne) sei es zwar gut, einen Beschluss für einen Zukunftsplan zu fassen, aber man müsse ehrlich sein: „Da wird in den nächsten zehn Jahren erst einmal nichts passieren.“ Auch Metin Üven (Puls) mahnte, dass bis zur Fertigstellung der Schule die Preise steigen könnten und unklar sei, wie sich die finanzielle Situation der Stadt entwickle. „Der Zeitpunkt dieser Entscheidung ist viel zu früh.“

Am Ende entschied eine deutliche Mehrheit, dass die Stadt den Plan eines Grundschul- und Kitaneubaus neben der Gemeindehalle verfolgen soll.