Äußerungen über den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bringen FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke (Foto) in Bedrängnis. Foto: dpa

Äußerungen über den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit auf Twitter bringen den FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke in Bedrängnis.

Stuttgart - Äußerungen über den Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bringen FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke in Bedrängnis. „Das ist unerträglich und weit jenseits einer Debatte unter Demokraten“, sagte Grünen-Fraktionschefin Edith Sitzmann. Rülke verharmlose jetzt sogar den Nationalsozialismus, um Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Cohn-Bendit und den Grünen „am Zeug zu flicken“.

Rülke hatte am Donnerstag wörtlich getwittert: „Cohn-Bendit hat Zeugen, deren Kinder er nicht missbraucht hat. Es gibt auch Millionen von Soldaten, die Filbinger nicht verurteilt hat!“ Hans Filbinger war von 1966 bis 1978 Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Er trat zurück, als bekannt wurde, dass er in der NS-Zeit als Marinerichter an Todesurteilen mitgewirkt hatte.

Die Grüne Jugend Baden-Württemberg forderte Rülke zum Rücktritt auf. Er verharmlose den Nationalsozialismus „in skandalöser Art und Weise“. „Dieser unsägliche Vergleich ist einer politischen Debatte nicht angemessen“, sagte Jessica Messinger, Landessprecherin der Grünen Jugend Baden-Württemberg.

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