Üblicherweise werden die frischen Blätter des Kathstrauches konsumiert, bei der vom Zoll gestoppten Sendung handelte es sich um getrocknete Ware. Foto:  

In einer Frachtsendung am Stuttgarter Flughafen sollten eigentlich Textilien sein, doch darin befanden sich mehr als 100 Kilogramm der Kaudroge Kath. Der Zoll konnte die Droge sicherstellen.

Stuttgart - Zollbeamte haben eine Sendung mit mehr als 100 Kilogramm der Kaudroge Kath am Stuttgarter Flughafen gestoppt. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, kam die Fracht aus Nigeria. Eine Frau habe Anfang der Woche die illegale Ware beim Zollamt als Textilien sowie als Wärmedecken deklariert und angemeldet. „Beim Öffnen der Sendung konnten die Zöllner dann recht schnell erkennen, dass es sich bei der Importware um getrocknete Pflanzenteile des Kathstrauchs handelte“, heißt es von der Behörde.

Die Beamten hätten einen 25 Jahre alten Mann aus Äthiopien ermittelt. Er soll die Einfuhr organisiert haben. Den Angaben zufolge strengt das Zollfahndungsamt wegen der unerlaubten Einfuhr des Betäubungsmittels ein Strafverfahren gegen ihn sowie gegen die Frau an.

„Die Kath-Blätter entfalten beim Kauen eine berauschende Wirkung und gelten in Teilen Ostafrikas als Alltagsdroge“, heißt es vom Zoll. In Deutschland fällt das Rauschmittel unter das Betäubungsmittelgesetz. Die Einfuhr ist nicht zulässig.

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