Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking hat ein Sky-Interview abgebrochen. Foto: dpa

Unvermittelt hat der Trainer von Mönchengladbach ein Interview abgebrochen. Jetzt verrät Dieter Hecking, was hinter seinem Ärger steckte.

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking hat sein unvermittelt abgebrochenes Interview nach dem Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag (1:1) mit einer Aussage des Sky-Experten Ewald Lienen begründet.

Lienen habe im TV-Studio von einer „enttäuschenden Leistung“ der Gladbacher Mannschaft gesprochen. „Das habe ich nicht verstanden und kann es auch bis heute nicht nachvollziehen“, sagte Hecking am Montag bei Sky.

Versöhnung am Telefon

Lienen habe ihn am Montag zur Klärung angerufen, sagte Hecking weiter. „Ich habe gesagt: Ewald, du als Kollege, der in dieser Situation auch schon war, könntest das besser wissen. Ich glaube schon, dass die Mannschaft unter diesen Umständen ein richtig gutes Spiel gemacht hat. Ewald hat aus meiner Sicht falsch gelegen, aus seiner vielleicht nicht. Wir haben das im Telefonat geklärt und damit ist es auch gegessen“, sagte Hecking.

Hecking und Lienen waren Teamkollegen

Der Gladbach-Coach und Lienen waren Anfang der 1980er Jahre Teamkollegen bei Borussia. Hecking hatte am Sonntag das Sky-Interview mit Reporter Marcus Lindemann abgebrochen, nachdem dieser ihn zur Reservistenrolle von Kapitän Lars Stindl gefragt hatte. „Wissen Sie, das ist genau der Journalismus, den ich nicht mag. Dass man jetzt versucht, wieder über Einzelne zu sprechen“, sagte Hecking zunächst.

Als Lindemann daraufhin seine Frage als „legitim“ rechtfertigte, zog der Gladbach-Coach sichtlich erzürnt ab. Am Montag fügte Hecking an: „Ich hatte vor dem Spiel schon etwas zu Lars Stindl gesagt, dann kamen nochmal zwei Nachfragen, das habe ich für überflüssig gehalten. Aber das war nicht der Auslöser.“

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