Zebras wie beim Weltweihnachtscircus sind künftig verboten. Foto: dpa

Der Stuttgarter Gemeinderat hat mehrheitlich ein Wildtier-Verbot für Zirkusgastspiele beschlossen. Es tritt 2019 in Kraft und gilt auf dem Cannstatter Wasen für Großkatzen, Menschenaffen, Nashörner und andere wilde Tiere, die bisher zu den Attraktionen in der Manege zählten.

Stuttgart - Mit den Stimmen der Grünen, der SPD und der SÖS/Linke-plus sowie des Einzelstadtrats der Stadtisten hat der Gemeinderat am Donnerstag das Verbot für Auftritte von Wildtieren bei Zirkusgastspielen auf dem Cannstatter Wasen beschlossen. Die neuen Regeln treten im April 2019 in Kraft. Demnach dürfen Großkatzen, Menschenaffen, Nashörner und andere wilde Tiere nicht mehr in die Manege, weil eine artgerechte Haltung unter den Bedingungen eines reisenden Zirkusunternehmens nach Ansicht der Ratsmehrheit nicht möglich ist. Für Plätze außerhalb des Wasens gilt das Verbot bereits seit 2011. CDU und Freie Wähler votierten dagegen, die AfD und die FDP enthielten sich der Stimme. Das Aktionsbündnis „Tiere gehören zum Zirkus“ und der Berufsverband der Dompteure hatten gegen die Entscheidung protestiert.

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