Alexandra Riedesel ist so beweglich wie eine Schlange. Foto: Sascha Sauer

Der Fellbacher Weihnachtszirkus Piccolo öffnet an Heiligabend seine Manege. Neben artistischen Darbietungen gibt es spektakuläre Tiernummern mit Minischweinen und Jungkamelen.

Fellbach - Die Katzen werden jetzt doch nicht durch einen Feuerreifen springen. Die geplante Zirkusnummer war Alexander Riedesel zu brenzlig. „Das ist auch so ein putziger Showact“, sagt der Chef des Zirkus Piccolo. Stattdessen gibt es für die Tiere, die fast so gut wie Tiger dressiert sind, einen Puschelreifen als Hindernis zu meistern.

Der Zirkus Piccolo ist wieder in der Stadt. An Heiligabend öffnet er seine Manege, und alle Kinder bis acht Jahre dürfen an diesem Tag bei freiem Eintritt die Welt der Artisten erleben. „Das ist unser Weihnachtsgeschenk“, sagt Zirkuschefin Monika Riedesel. Bis 8. Januar gibt es täglich eine Vorstellung in Fellbach.

Artist Alechandro balanciert einen Drei-Meter-Turm aus Trinkgläsern

Das Artistenpaar „Duo Voyage“ hat nicht nur Katzen mitgebracht, die auf Stangen balancieren und von Podest zu Podest springen. So zeigt Artist Alechandro, wie er lässig mit einem Drei-Meter- Turm aus Trinkgläsern auf dem Tablett durchs Publikum läuft. Seine Partnerin Valentina wird ins Kostüm der Eiskönigin schlüpfen und das Vertikalseil hochklettern. Auch Olaf der Schneemann ist natürlich wieder mit von der Partie.

Eigentlich gibt Alexandra Riedesel immer die Eiskönigin. Weil die aber gerade ein Baby erwartet, müssen andere ihre Artistennummern übernehmen. So lässt jetzt die jüngere Schwester Sarah bis zu acht Hula-Hoop-Reifen um Hüfte, Arme und Beine kreisen. Ebenso schwebt die 22-Jährige in Tücher gehüllt bis unter die Zirkuskuppel. Zwischendurch gibt es Weihnachtslieder wie Jingle Bells.

René Riedesel jongliert mit Fußbällen. Foto: Sascha Sauer
Im beheizten Zirkuszelt zeigt sich Sprössling René Riedesel wieder als Jongliermeister, der Keulen, Bälle und Ringe im Griff hat. Auch bei den schwierigsten Nummern verliert der 19-Jährige nicht die Nerven. Für Spaß in der Manege sorgt Clown Joy. Bei seiner Popcornnummer sollten sich die Besucher auf so manchen Blödsinn gefasst macht.

Neu im Programm ist Marie aus Tschechien. Sie hat gleich einen ganzen Stall voll Tiere mitgebracht. Es gibt Esel, Schafe und Jungkamele, die im Zirkuszelt ihre Runden drehen. Ein Minischwein rollt einen roten Teppich aus, und Enten rutschen eine Rutsche herunter. Und das alles ohne Knallen und Peitsche. „Sie ist eine echte Tierflüsterin“, sagt Alexander Riedesel. Und die kleinen Zuschauer dürfen nicht nur die Tiere bestaunen – nach der Vorstellung können sie beim Pony­reiten die Manege von innen erleben.

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