TV-Kabelanbieter Vodafone ändert in Stuttgart und der Region die Senderbelegung. In der Vergangenheit hat das bei älteren Geräten für viel Verdruss gesorgt. Wann geht es los?
Als Vodafone vor drei Jahren in der Region Stuttgart die TV-Frequenzen umstellte, blieben viele Bildschirme schwarz, manche Kunden suchten in den Elektronikmärkten Rat. Jetzt kündigt Vodafone die nächste Umstellung an – und auch dieser Wechsel dürfte etlichen Kundinnen und Kunden zusätzlichen Aufwand oder gar Ärger bereiten.
Deshalb sollten sich die Stuttgarter Haushalte, die Vodafones Kabel-TV nutzen, den 20. Januar als Tag der Umstellung vormerken. Am 20. Januar werden auch in anderen Städten und Gemeinden der Region die Frequenzen umgestellt, zum Beispiel in Esslingen, Waiblingen und Filderstadt. In Ludwigsburg belegt Vodafone die Frequenzen am 5. Februar neu.
Vodafone vergibt für TV- und Hörfunksender eine neue Frequenz, um das Kabelnetz schneller und leistungsfähiger zu machen. Damit verändert sich auch die Reihenfolge der Programme. Um die Programme zu empfangen, ist ein Sendersuchlauf nötig. Dieser wird in vielen, aber längst nicht allen Fällen automatisch vom TV-Receiver durchgeführt.
Empfangsgeräte von Vodafone, Vodafone-Vorgänger Unitymedia oder Sky finden die Sender nach der Umstellung in der Regel automatisch, heißt es bei Vodafone. Hier ändere sich nach der Umstellung nur die Reihenfolge der Programmplätze (bei Nutzern einer GigaTV Box ändere sich die Reihenfolge nicht). Außerdem müsse man Favoritenlisten neu erstellen oder Aufnahmen neu programmieren.
Bei älteren TV-Geräten und Receivern könnte es Probleme geben
Bei älteren Fernsehgeräten oder Receivern, die noch von den Vodafone-Vor-Vorgängern Kabel BW oder Kabel Deutschland ausgegeben wurden, ist es komplizierter. Hier könne der Bildschirm schwarz bleiben, ohne dass sich ein Hinweis auf die Umstellung finde, sagt ein Vodafone-Sprecher. In diesen Fällen müsse man den Sendersuchlauf selbst neu starten. Je nach Hersteller ist dieser im Menü an einer unterschiedlichen Stelle zu finden.
„Einige Kunden wird das auch überfordern“, räumt der Sprecher ein. „Das betrifft vor allem ältere Menschen.“ Diese könnten sich aber an die Hotline wenden. Diese wolle Vodafone am Tag der Umstellung mit zusätzlichen Mitarbeitenden besetzen. Dennoch könne es zu längeren Wartezeiten kommen.
In Baden-Württemberg hat Vodafone für 3,7 Millionen Haushalte seine Kabelanschlüsse verlegt, davon rund 280.000 in Stuttgart. Wie viele Haushalte davon Kunden sind, teilt Vodafone nicht mit. Branchenexperten schätzen, dass etwas weniger als die Hälfte zu den Kunden zählt.
Vodafone will die betroffenen Stuttgarter Haushalte zum Jahreswechsel über Mails und Briefe über die Umstellung informieren. Das Unternehmen stellt die TV-Frequenzen seit Sommer dieses Jahres bis Mitte 2026 Schritt für Schritt um. In einigen Städten der Region Stuttgart fand die Umstellung bereits in den vergangenen Monaten statt, etwa in Böblingen, Sindelfingen, Leinfelden-Echterdingen und Göppingen.