Corinna Schumacher war gegen das ZDF und die taz wegen der Veröffentlichung von Fotos gerichtlich vorgegangen. Die Klage scheiterte jedoch. (Archivfoto) Foto: dpa

Corinna Schumacher ist mit einer Klage gegen das ZDF und die taz gescheitert. Die Frau von Michael Schumacher wollte den Medien untersagen, Bilder zu zeigen, auf denen sie auf dem Weg in die Klinik zu ihrem verunglückten Mann zu sehen ist.

Corinna Schumacher ist mit einer Klage gegen das ZDF und die taz gescheitert. Die Frau von Michael Schumacher wollte den Medien untersagen, Bilder zu zeigen, auf denen sie auf dem Weg in die Klinik zu ihrem verunglückten Mann zu sehen ist.

Köln - Die Frau des ehemaligen Rennfahrers Michael Schumacher ist mit einer Klage gegen die Zeitung „taz“ und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) gescheitert. Corinna Schumacher wollte den beiden Medien die Veröffentlichung von Fotos untersagen, die sie auf dem Weg zu ihrem verunglückten Mann in der Klinik von Grenoble zeigen. Das Landgericht Köln lehnte dies am Mittwoch ab.

Es argumentierte, der Besuch der Klinik sei zwar an sich noch kein Ereignis der Zeitgeschichte mit einem überragenden Berichterstattungsinteresse. Der nicht nachlassende Medienrummel rund um den Besuch - auch nach Corinna Schumachers Appell, sie in Ruhe zu lassen - sei jedoch durchaus ein Ereignis von zeitgeschichtlicher Bedeutung.

„taz“ und ZDF hätten das Verhalten der Medien in ihren Berichten kritisch hinterfragt und mit den Fotos der belagerten Corinna Schumacher die Situation vor dem Krankenhaus verdeutlicht. „Die Berichterstattung dient damit nicht lediglich der Befriedigung von Neugier und der Unterhaltung der Leser“, schrieb das Gericht in seiner Urteilsbegründung. „Sie leistet vielmehr einen erheblichen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung, indem der Leser in die Lage versetzt wird, sich selbst ein Urteil darüber zu bilden, ob er diese Berichterstattung wünscht.“

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