Der Bauplatz ist im Gebiet „Schöckingen-Südost“ vorgesehen. Foto: Simon Granville

Im kleinsten Ditzinger Ortsteil Schöckingen gibt es bisher keine Einrichtung für Seniorenwohnen. Das soll sich ändern. Am Dienstag gibt es eine Infoveranstaltung.

Was ist, wenn man sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr selbst versorgen kann oder nicht versorgt werden kann, aber aus der vertrauten Umgebung auch nicht wegziehen möchte? Die Schöckinger müssen in dieser Situation ihren Wohnort verlassen, denn im kleinsten Ditzinger Teilort gibt es bislang keine stationäre Pflegeeinrichtung. Das soll sich ändern. Der Platz dafür ist im Neubaugebiet Schöckingen Süd-Ost vorgesehen. Am Dienstag, 13. Januar, 18 Uhr, lädt die Stadtverwaltung zu einer Informationsveranstaltung über das Projekt ein.

 

Bürger sollen frühzeitig eingebunden werden

Im Rahmen der Beratungen zum Bebauungsplan „Schöckingen Südost“ hat der Gemeinderat beschlossen, eine Senioren-Pflegeeinrichtung in das neue Quartier zu integrieren. Die vorgesehene Fläche für das Pflegeheim befindet sich direkt an der Zufahrt zum Neubaugebiet.

In der Informationsveranstaltung sollen erste Überlegungen zu möglichen Planungsansätzen vorgestellt sowie der weitere Ablauf der Betreibersuche erläutert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen sowie eigene Ideen und Anregungen einzubringen. Ziel ist es laut der Stadt, mit den Bürgern frühzeitig Vorstellungen zu entwickeln, um sie im weiteren Bebauungsplanverfahren zu berücksichtigen und die Realisierungsmöglichkeiten zu prüfen.

Gruppe der 60- bis 85-Jährigen wächst am stärksten

Da es sich bei der geplanten Pflegeeinrichtung um eine kleine Einheit handeln wird, wurde außerdem geprüft, ob neben dem Pflegeheim zusätzlich Betreutes Wohnen integriert werden kann. Der Bedarf für ein stationäres Angebot ergibt sich aus der sogenannten Bevölkerungsberechnung des Statistischen Landesamtes. Diese wiederum legt den Kreispflegeplan des Landkreises zugrunde. Der Kreispflegeplan wurde 2023 erstellt und gilt als Planungsinstrument bis 2035. Demnach ist in diesen zwölf Jahren im Landkreis Ludwigsburg mit einem Bevölkerungswachstum zu rechnen. Der stärkste Anstieg wird für die Gruppe der 60- bis 85-jährigen Personen erwartet. Auch die Gruppe jener, die mit über 85 zu den Hochaltrigen zählen, werde laut der Prognose deutlich ansteigen.