Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus in Israel-Palästina-Debatten erkennen und reflektieren – davon handelt ein Workshop in Ludwigsburg.
Ein Workshop zum Thema Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus findet am Montag, 1. Dezember, um 18 Uhr im Literatur Café der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg statt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Forums Migration mit dem Projekt Yad be Yad („Hand in Hand“ auf Arabisch und Hebräisch), vom Verein Kubus und von der Nahost AG der Deutschen Friedensgesellschaft in Ludwigsburg.
Debatten rund um Israel und Palästina sind häufig von starken Emotionen, komplexen historischen Bezügen und persönlichen Betroffenheiten geprägt. Dabei kommt es immer wieder zu Äußerungen, die antisemitische oder antimuslimisch-rassistische Denkmuster reproduzieren – teils unbewusst, teils offen. Der Workshop bietet laut Ankündigung einen Raum zur differenzierten Auseinandersetzung mit diesen Phänomenen.
Teilnehmer werden sensibilisiert
Nach einem einführenden Input zu den Grundlagen von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus werden beispielhafte Aussagen, Positionen und Darstellungen im Kontext des Nahostkonflikts analysiert. Ziel ist es, Teilnehmende dafür zu sensibilisieren, wie antisemitische, antimuslimische und antipalästinensische Projektionen in politischen Debatten wirken und wie diese von sachlicher Kritik unterschieden werden können.
Konkrete Kategorien und Analysewerkzeuge werden vorgestellt, um eine differenzierte und respektvolle Positionierung auch in kontroversen Diskussionen zu ermöglichen, heißt es in der Ankündigung weiter.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Forums Migration statt, einer Veranstaltungsreihe des Integrationsrats der Stadt Ludwigsburg und der PH Ludwigsburg.
Ziel des Forums sei es, verschiedene Perspektiven auf Migration, Einwanderung und Integration zu beleuchten und einen Austausch mit Bürgern der Stadt, Studierenden sowie Hochschulangehörigen zu fördern.