Wolfs Geschenk an die Kanzlerin wurde satirisch aufgearbeitet – es handelt sich dabei übrigens um das Steiff-Modell „Snorry Wolf“ für 299 Euro Foto: dpa

Guido Wolfs "pfiffiges" Geschenk mit ungelenker Ansprache an die Kanzlerin kam in der "Heute Show" nicht besonders an. Dass man in Wahlkampfzeiten besser nicht beleidigt reagieren sollte, weiß der Spitzenkandidat der Landes-CDU - und spricht im Redaktionsgespräch von einem "Ritterschlag".

Stuttgart - Baden-Württembergs CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf betrachtet es als ein Zeichen seiner wachsender Popularität, dass er in der satirischen „Heute Show“ des ZDF als „Deppenwolf“ verhöhnt wurde. „Ich habe mir sagen lassen, es sei ein Ritterschlag, in dieser Sendung genannt zu werden“, sagte er am Dienstag den Stuttgarter Nachrichten.

Es gehöre zur Popularität dazu, dass sich andere über einen lustig machten, sagte Wolf, der sich bezüglich des Spotts in der „Heute Show“ in guter Gesellschaft sieht. „Mit anerkennenden Worten hat es noch keiner in die ‚Heute Show’ geschafft“, sagte er.

Was nur ist ein "Wolfserwartungsland"?!

In der „Heute Show“ vom Freitag hatte sich Moderator Oliver Welke darüber lustig gemacht, dass Wolf auf dem CDU-Bundesparteitag in Karlsruhe vor acht Tagen Kanzlerin Angela Merkel einen Stofftier-Wolf geschenkt hatte und dabei etwas ungelenk der Parteichefin prophezeite: "Ich verspreche Ihnen, wir machen Baden-Württemberg zum 'Wolfserwartungsland'." In Anspielung auf die frühere US-Rockband Steppenwolf („Born to be wild“) war dabei im Hintergrund ein Plattencover zu sehen, auf dem Guido Wolf mit dem Stofftier als „Deppenwolf“ posiert.

Wolf verteidigte sein Geschenk an Merkel als vergleichsweise originell. „Wir haben uns im Vorfeld überlegt, was pfiffig sein könnte“, sagte er. Dass der Stofftier-Wolf der Firma Steiff seitdem offenbar verstärkt nachgefragt wird, begrüßte der CDU-Spitzenkandidat. Die Firma Steiff aus Giengen an der Brenz (Landkreis Heidenheim) sei schließlich ein angesehenes baden-württembergisches Unternehmen, sagte er. Möglicherweise lege das Unternehmen ja nun weitere Wolf-Modelle auf, spekulierte der CDU-Spitzenkandidat. Es muss ja nicht unbedingt ein „Deppenwolf“ sein . . .

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