Protest gegen fehlende Wohnungen in Stuttgart. Foto: Lichtgut/Leif-H.Piechowski

Bezahlbar ist die halbe Miete“ heißt die Aktionswoche, in der der Deutsche Gewerkschaftsbundes (DGB) das Thema Wohnungsnot bundesweit mit Veranstaltungen thematisiert – auch in Stuttgart.

Stuttgart - Mitarbeiter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) haben am Donnerstag auf dem Schlossplatz gelbe Schilder in die Höhe gehalten, die fast so aussahen wie Ortsschilder. Neben dem Ortsnamen war zu lesen: „Pforzheim – hier fehlen 6525 bezahlbare Wohnungen“ oder „Stuttgart – Hier sind die Mieten seit 2014 um 26 Prozent gestiegen“.

Bezahlbar ist die halbe Miete“ heißt die Aktionswoche, in der der DGB das Thema Wohnungsnot bundesweit mit Veranstaltungen thematisiert. Der DGB macht darauf aufmerksam, dass die Menschen einen immer größeren Teil ihres Einkommens für Miete ausgeben müssten. Am Vormittag hatte DGB-Landeschef Martin Kunzmann Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) bereits einen Forderungskatalog überreicht. Das Land soll demnach 70 000 Wohnungen im Jahr bauen – doppelt so viel wie bisher. Ein Viertel davon sollen Sozialwohnungen sein. „Das Land hat sich viel zu lang darauf verlassen, dass der Immobilienmarkt alles regelt“, so die DGB-Expertin für Wohnpolitik Mia Koch. Die Landesregierung müsse die Kommunen bei der Bereitstellung von Wohnraum unterstützen und eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft gründen.

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