Viele Menschen in Deutschland haben keine Wohnung. Foto: dpa

Laut Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sind rund 650.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung. Die meisten von ihnen leben demnach in Notunterkünften.

Berlin - Rund 650.000 Menschen haben laut Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe in Deutschland keine eigenen vier Wände. Die meisten von ihnen leben demnach in Notunterkünften, etwa 48.000 seien gänzlich obdachlos und lebten auf der Straße, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag) unter Berufung auf die Bundesarbeitsgemeinschaft berichten.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe will am Dienstagvormittag in Berlin über ihre aktuellen Schätzungen informieren. Dem Medienbericht zufolge sind unter den Wohnungslosen allein 375.000 anerkannte Asylsuchende in Flüchtlingsunterkünften und Erstaufnahmeeinrichtungen der Bundesländer. Nehme man die Geflüchteten aus der Zählung, seien 2017 gut 275.000 Menschen in Deutschland ohne Wohnung gewesen.

Angaben sind jetzt präziser

Die Arbeitsgemeinschaft schätze die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter den Wohnungslosen auf acht Prozent, 2017 seien es in ganz Deutschland 22.000 junge Menschen gewesen. Die meisten der 275.000 Wohnungslosen ohne Fluchtgeschichte seien Männer, ein Viertel Frauen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft habe für das Jahr 2017 ihre Methode der Schätzungen erneuert und halte die Angaben jetzt für präziser, berichten die Funke-Zeitungen. Die neue Schätzung korrigiere die Zahl der Wohnungslosen für ganz Deutschland damit deutlich nach unten, um 210.000 im Vergleich zum Vorjahr.

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