Vor jedem Semester beginnt für viele Studenten die Suche nach einer Wohnung. In Stuttgart sind bezahlbare Zimmer rar. Foto: dpa

Wenn die Stadt den Hochschulstandort Stuttgart weiter nach vorne bringen will, muss sie die Studierendenwerke bei der Suche nach Bauflächen für Wohnheime unterstützen, findet unsere Lokalredakteurin Carolin Stihler.

Stuttgart - Zu Beginn jedes neuen Semesters an den Stuttgarter Hochschulen geht wieder die verzweifelte Suche nach bezahlbaren Wohnungen unter den Studenten los. Besonders im Wintersemester müssen die Studierendenwerke Tausende Bewerber abweisen. Das Problem hatte OB Fritz Kuhn bereits vor seinem Amtsantritt erkannt: Als Oberbürgermeister wollte er vor allem beim Thema Wohnraum Druck auf die Studierendenwerke machen, aber auch private Vermieter ermuntern. Die Stadt solle die Hochschulen beim Raumbedarf unterstützen, fand Kuhn damals.

Nun fordern die Studierendenwerke tatsächlich die versprochene Unterstützung der Stadt ein, vor allem wenn es um die Suche nach geeigneten Bauflächen geht. Die Wünsche der Studentenvertreter sind durchaus berechtigt – zumal sich die Wohnsituation in den vergangenen Jahren noch verschärft hat. Laut einer Rangliste, die von dem Berliner Immobilienentwickler GBI AG veröffentlicht wurde, belegte Stuttgart 2014 den fünften Rang der Hochschulstädte mit den angespanntesten Wohnsituationen.

Die Hoffnungen der Studierendenwerke ruhen nun auf dem Bündnis „Wohnen in Stuttgart“. Vor der Sitzung bezeichnete die Stadt die Studenten als „wichtige Bedarfsgruppe“. Doch erst, wenn Stadt und Studierendenwerke tatsächlich gemeinsam an konkreten Lösungen arbeiten, können sich die Studenten in Stuttgart willkommen fühlen.

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