Im Brodbeckweg in Untertürkheim brach im Dachgeschoss ein Brand aus. Der Rauchmelder warnte die Bewohnerin aber rechtzeitig Foto: 7aktuell.de/Adomat

40 000 Euro Schaden, aber immerhin keine Verletzten: Dies ist die Bilanz eines Wohnungsbrandes am frühen Montagmorgen im Stadtteil Luginsland. Ein installierter Rauchmelder hatte die 68-jährige Bewohnerin im Dachgeschoss rechtzeitig geweckt, alle fünf Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen.

Stuttgart - 40 000 Euro Schaden, aber immerhin keine Verletzten: Dies ist die Bilanz eines Wohnungsbrandes am frühen Montagmorgen in Untertürkheim. Ein installierter Rauchmelder hatte die 68-jährige Bewohnerin im Dachgeschoss rechtzeitig geweckt, alle fünf Bewohner konnten das Gebäude am Brodbeckweg rechtzeitig und unverletzt verlassen.

Der Einsatz in Untertürkheim offenbart allerdings andere Probleme, mit denen sich die Feuerwehr immer wieder herumschlagen muss: Geparkte Autos versperren den Weg. Beim Einbiegen in die Sackgasse hatte der Löschzug erhebliche Probleme mit dem Weiterkommen.

„Das war verengt und sehr mühsam“, sagt Feuerwehr-Sprecher Markus Heber, „die Fahrzeuge mussten mehrmals rangieren.“ Die Polizei ermittelte den Fahrzeughalter, einen Nachbarn, der dann sein Auto während des Feuerwehreinsatzes wegstellen musste.

Gegen 5.15 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet

„Der hatte als Schaulustiger aus dem Fenster geguckt“, so Polizeisprecher Thomas Geiger, „und wurde von den Beamten aufgefordert, seinen Wagen gefälligst woanders zu parken.“ Immer wieder wird in Altstadtvierteln oder beengten Wohngebieten nicht daran gedacht, dass Rettungswege frei gehalten werden müssen.

Die Feuerwehr kam freilich nicht mit ihren Drehleitern an das Feuer heran, weil sich der Brand auf der Rückseite des Gebäudes ausgebreitet hatte. „Um an den Brandherd zu gelangen, musste das Dach aufwendig abgedeckt werden“, so Einsatzleiter Michael Quednau.

Die Wehrmänner mussten bei ihren Löscharbeiten tragbare Leitern und sogenannte Absturzsicherungen in Anspruch nehmen. Gegen 5.15 Uhr wurde „Feuer aus“ gemeldet. Allerdings zogen sich die Nachlöscharbeiten noch lange hin.

Kurz zuvor verhinderte ein Rauchmelder Schlimmeres in Böblingen

Die Bewohner des Erd- und ersten Obergeschosses, unter ihnen ein vierjähriges Kind, waren während des Löscheinsatzes bei Nachbarn untergebracht, konnten danach wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die betroffenen Räume im Dachgeschoss sind dagegen vorerst unbewohnbar.

Der Fall ist für die Feuerwehr wieder ein Beweis dafür, wie wichtig die gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder sind. Zwar verhindern sie keinen Brand, können aber Bewohner frühzeitig auf das Unheil aufmerksam machen.

Erst vor wenigen Tagen verhinderte ein Rauchmelder Schlimmeres in einem Hochhaus in Böblingen, wo ein alkoholisierter Bewohner eine Pizza im Backofen vergessen hatte. Eine Nachbarin wurde auf das Piepsen aufmerksam, was dem Mann eine schlimmere Rauchvergiftung ersparte.

Einen Tag vorher wurden Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Schwieberdingen (Kreis Ludwigsburg) auf einen Küchenbrand aufmerksam. Eine Brandstiftung in einem Treppenhaus in Backnang (Rems-Murr-Kreis) wurde entdeckt, ehe sich das Feuer schlagartig ausbreiten konnte.

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