Für drei Millionen lässt die SWSG das ehemalige VHS-Gebäude in der Kreuznacher Straße sanieren. Foto: Uli Nagel

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebau GmbH hat das Haus in der Kreuznacher Straße 13 in Bad Cannstatt gekauft. Dort war jahrelang die Volkshochschule beheimatet. Bis 2026 sollen dort für drei Millionen Euro zwölf Wohnungen entstehen.

Ende der 80er Jahre lud die VHS Bad Cannstatt noch in die Kreuznacher Straße 13 ein, um ihr Jahresprogramm vorzustellen. Mit Eröffnung des Treffpunkts Rotebühlplatz in der Innenstadt mit seinen modernen mehr als 50 Räumen änderte sich dies. Die Zentralisierung hatte zur Folge, dass die Volkshochschulen in den Stadtteilen in Vergessenheit gerieten.

 

Vor zehn Jahren fasste der VHS-Aufsichtsrat den Grundsatzbeschluss, den Ausbau „der dezentralen und sozialraumorientierten Bildungsarbeit in den Stadtteilen“ wieder zu forcieren. Wichtig war dabei, dass das bestehende Angebot nicht einfach „nach außen exportiert“, sondern an die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen der jeweiligen Stadtbezirke angepasst werden. Dabei wurde schnell klar, dass sich das neue Konzept in den beengten Räumlichkeiten der VHS in der Kreuznacher Straße 13 in Bad Cannstatt nicht umsetzen ließe.

Ins neue Bildungshaus integriert

Bei der Suche nach einem neuen Standort war lange auch ein Grundstück gegenüber dem Jugendhaus Cann in der Diskussion, bevor die VHS-Verantwortlichen sich für den Neckarpark entschieden. In dem künftigen Bildungshaus auf dem Q-10-Areal ist neben der Grundschule samt Sporthalle sowie der Kita noch genügend Platz für die VHS.

Baubeginn für das Bildungshaus war 2022, mittlerweile hat der Innenausbau begonnen. „Es ist ein besonderes Projekt mit einem außergewöhnlichen, tollen Konzept“, lobte Isabel Fezer, die Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, im Januar 2024 beim Richtfest das Projekt. Die Kosten liegen bei rund 93,6 Millionen Euro. Bereits 2025/26 soll das Bildungszentrum in Betrieb gehen.

Interimslösung in der Bahnhofstraße

Längst hat die Volkshochschule Bad Cannstatt ihre Zelte in der Kreuznacher Straße abgebrochen und ist an ihren Interimsstandort in der Schwaben Bräu-Passage in der Cannstatter Bahnhofstraße umgezogen. Das Gebäude in der Kreuznacher Straße 13 sei von der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebau GmbH gekauft worden, sagt eine Stadtsprecherin. Dort sollen nach dem Umbau zwölf Wohnungen entstehen. Aktuell wird die Statik des Gebäudes ertüchtigt, und das Haus erhält einen neuen Dachstuhl samt Dacheindeckung. „Die Haustechnik und die Fenster werden ebenfalls erneuert, zudem wird ein Wärmedämmverbundsystem angebracht, und die Außenanlagen werden neu gestaltet“, sagt die Stadtsprecherin. Die Kosten liegen bei drei Millionen Euro. Anfang 2026 sollen die Wohnungen fertig sein.