Wohnbau-Projekt in Stuttgart-Feuerbach Die Bagger sollen im April anrollen

Von Georg Friedel 

In der Nähe des Kreisverkehrs plant die Stuttgarter  Wohnungs- und Städtebaugesellschaft  an  der Oswald-Hesse-Straße   ein Bauprojekt mit Sozialwohnungen. Foto: Georg Friedel
In der Nähe des Kreisverkehrs plant die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft an der Oswald-Hesse-Straße ein Bauprojekt mit Sozialwohnungen. Foto: Georg Friedel

Auf einem Grundstück an der Klagenfurter Straße in Stuttgart-Feuerbach baut die SWSG drei Häuser mit insgesamt 28 Wohnungen.

Feuerbach - Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) plant auf einem rund 1800 Quadratmeter großen Areal an der Klagenfurter Straße den Bau von 28 Mietwohnungen. Die Fläche befindet sich in direkter Nähe des Kreisverkehrs an der Oswald-Hesse-Straße und liegt schon längere Zeit brach.

Nachdem Bezirksvorsteherin Andrea Klöber den Bezirksbeiräten in der Sitzung am Dienstag berichtete, dass sich der Baubeginn und Zeitplan für das Vorhaben voraussichtlich ein weiteres Mal um einige Monate verzögern werde, steht nun seit Mitte dieser Woche zumindest genehmigungsrechtlich die Ampel für das Projekt auf grün.

„Am Mittwoch ist nach einer langen Baugenehmigungsphase die Genehmigung eingetroffen“, sagt SWSG-Sprecher Peter Schwab auf Nachfrage unserer Zeitung. Mit dem roten Punkt und der Baufreigabe rechne die SWSG allerdings erst in den kommenden Wochen: „Die SWSG bereitet nun das Gelände zwischen der Klagenfurter und Oswald-Hesse-Straße sowie der Brandgasse für den Baubeginn vor“, sagt er. Der SWSG-Sprecher geht davon aus, dass im April die Bagger auf dem Grundstück anrollen können.

Erdreich musste ersetzt werden

Die SWSG hatte das Grundstück schon vor längerer Zeit von der Stadt Stuttgart erworben. Ende des Jahres 2015 war es dann von der Kommune an die städtische Wohnungsgesellschaft übergeben worden. Ursprünglich befand sich auf einem Großteil der Fläche eine Tankstelle. Bei der Untersuchung wurden Schadstoffe im Erdreich festgestellt. Ein Teil des Bodens musste ausgehoben und durch unbelastetes Erdreich ersetzt werden.

Für den Abriss der Tankstelle und die Bodensanierung konnte ein Förderbetrag aus einem Altlastenfond für das Sanierungsgebiet in Anspruch genommen werden.

Für weitere Zeitverzögerungen sorgten auch die sehr schwierigen Verhandlungen mit einem Eigentümer eines benachbarten Grundstücks, das die SWSG gerne gekauft hätte. Doch offenbar will die SWSG nun das Bauvorhaben ohne diese Fläche realisieren, wie Peter Schwab durchblicken lässt.

Mix-Modell der Belegung

Auf dem 1800 Quadratmeter großen Areal sollen insgesamt 28 Wohnungen verteilt auf drei Gebäude entstehen (wir berichteten). Alle Wohnungen werden vermietet. 18 Wohneinheiten seien als Sozialwohnungen konzipiert und öffentlich gefordert, erläutert Schwab. Acht dieser Sozialwohnungen werden aber nach dem Konzept der „mittelbaren Belegung“ an anderer Stelle ausgewiesen, und zwar in SWSG-Modernisierungsprojekten in Stuttgart-Ost. „Die acht Wohnungen in Feuerbach können daher frei vergeben werden“, betont Schwab. Das verbessere eine gute Mieterdurchmischung. Neben den 18 öffentlich geförderten Sozialwohnungen gibt es fünf frei finanzierte Wohnungen und fünf weitere geförderte Einheiten, die mit Hilfe des Programmes „Mietwohnungsbau für mittlere Einkommensbezieher“ teilweise finanziert werden können. Dieses Mix-Modell der Belegung solle als Grundlage für eine stabile Nachbarschaft im neuen Quartier dienen, so Schwab.

Drei Häuser werden auf dem Grundstück gebaut. Sie sollen U-förmig um einen zentralen Platz im Innenbereich angeordnet sein. Unter dem Platz entsteht eine Tiefgarage mit 28 Stellplätzen. Die Autos gelangen von der Klagenfurter Straße aus in die Garage. „Diese ist wiederum von allen Gebäuden erreichbar, ein Haus verfügt über einen Aufzug“, so Schwab weiter. Die Dichte des dreistöckigen Gebäudeensembles sowie die Satteldächer sollen sich nach Angaben des SWSG-Sprechers optisch in die bereits vorhandene Bebauung der Umgebung eingliedern.

Redaktion Feuerbach

Ansprechpartner
Torsten Ströbele und Georg Friedel
feuerbach@stz.zgs.de

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