Gerhard Hanus, Michael Föll und Axel Heger (von links) begutachten das Angebot auf dem neuen Wochenmarkt. Foto: Bernd Zeyer

Auf dem Hans-Scharoun-Platz hat der Erste Bürgermeister Michael Föll den neuen Wochenmarkt eröffnet. Dieser wird dort künftig jeden Mittwoch von 10 bis 17 Uhr stattfinden.

Rot - Gemüse, Käse, Fleisch, Wurst, Fisch, Backwaren, Blumen: Wer am Mittwoch auf dem Hans-Scharoun-Platz unterwegs war, der hatte sozusagen freie Auswahl. Bei der Premiere des Wochenmarktes gab es ein vielfältiges Angebot zu bestaunen. Davon haben sich auch der Erste Bürgermeister Michal Föll, der Zuffenhäuser Bezirksvorsteher Gerhard Hanus sowie Axel Heger, der Geschäftsführer der Märkte Stuttgart GmbH, überzeugt.

„Ein Markt ist ein Stück Lebensqualität“

„Hier gibt es alles, was das Herz begehrt und was man für den täglichen Bedarf braucht“, sagte Michael Föll in seinem Grußwort. Der Hans-Scharoun-Platz sei für einen Wochenmarkt genau der richtige Standort. Das Marktrecht sei eines der ältesten Rechte einer Stadt, in Stuttgart werde diese Tradition hoch gehalten. Mit der Veranstaltung in Rot gebe es nun insgesamt 29 Wochenmärkte in der Landeshauptstadt. Besonders wichtig sei, dass regionale Erzeugnisse angeboten würden. Eine normale Tomate aus dem Remstal, so betonte der Erste Bürgermeister, sei ihm allemal lieber als eine Bio-Tomate aus Andalusien. „Ein Markt ist ein Stück Lebensqualität“, sagte Föll.

Axel Heger lobte sowohl die Veranstaltung als auch den Standort. Mit dem Hans-Scharoun-Platz und den dortigen Wohnungen habe Rot nicht nur neue Einwohner, sondern auch einen neuen Wochenmarkt gewonnen. So könne der Platz belebt werden und sich zu einem Ort der Begegnung und Kommunikation entwickeln. Ein Wochenmarkt sei der wichtigste Vertriebsstandort für landwirtschaftliche Produkte aus der Region. Natürlich müsse das Angebot auch von den Bürgern angenommen werden, denn: „Nur ein Markt, auf dem eingekauft wird, überlebt.“

Noch ist nicht alles Gold, was glänzt

Bezirksvorsteher Gerhard Hanus betonte, Zuffenhausen habe nun zwei Wochenmärkte. Dort könnten sich die Bürger aller Stadtteile regelmäßig mit frischen Lebensmitteln versorgen. Und nicht nur das: Wem danach sei, der könne einfach auch vorbeikommen und ein Schwätzchen mit Bekannten halten.

Maßgeblichen Anteil daran, dass es gelungen ist, einen Wochenmarkt auf den Hans-Scharoun-Platz zu holen, hat der Arbeitskreis Infrastruktur des Bürgervereins Rot. „Das hat ziemlich viel Arbeit gekostet“, sagte Dieter Kupsch, Leiter des Arbeitskreises. Die Mühe habe sich gelohnt. Kupsch hat sich vorgenommen, jeden Mittwoch auf dem Markt einzukaufen. Er denkt aber schon weiter: 2014 soll auf dem Hans-Scharoun-Platz ein Christbaum aufgestellt werden, ein Jahr später dann sogar ein Weihnachtsmarkt stattfinden.

Noch ist bei der neuen Ortsmitte freilich nicht alles Gold, was glänzt. Drei der Ladengeschäfte stehen noch leer, und nach wie vor wird auf dem Gehweg vor dem Penny-Markt unerlaubterweise geparkt. Diese Unsitte soll laut Heike Mössner vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung bald ein Ende haben. Zwar könne man wegen des Anlieger- und Anlieferverkehrs keine Poller aufstellen, dafür solle künftig ein großes Piktogramm auf dem Boden die Autofahrer davon abhalten, ihren Wagen vor dem Penny-Markt abzustellen.

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