Fast keine Verschnaufpause: der Stand von Christel Manz ist gut besucht. Foto:  

Einen Monat nach dem Neustart: über den Obst- und Gemüsestand freuen sich auch die anderen Beschicker. Ob der Wochenmarkt in seiner jetzigen Ausprägung haben wird, hängt vom Umsatz der Verkäufer ab.

Fasanenhof - Wenn der Markt so gut wie das Marktcafé besucht wäre, hätten wir nichts dagegen“, sagt Günther Joachimsthaler, Vorsitzender des Bürgervereins Fasanenhof. Am Donnerstagmorgen ist das Café im Gemeindezentrum wieder einmal gut gefüllt.

Doch an diesem Tag wird auch vor der Tür das Wochenmarktangebot genutzt. Drei Stände sind es. Der Markt findet immer donnerstags von 8 bis 13 Uhr statt. Es ist noch gar nicht so lange her, da hielt Heide Gänßle mit ihrem Wurststand allein die Fahnen hoch auf dem Parkplatz vor der Bonhoefferkirche. Neben ihr bietet Albert Gutekunst selbst gemachte Marmeladen, Liköre und Pralinen an. Er kommt nicht jede Woche, will aber dem Markt erst einmal die Treue halten: „Ob es sich lohnt, kann man erst nach einem halben Jahr sagen“, erklärt Gutekunst. Wenige Meter entfernt hat Christel Manz vom Früchtehaus alle Hände voll zu. Obst und Gemüse sind an diesem Tag gefragt. Sie ist mit der Resonanz zufrieden: „Das Wetter macht da sehr viel aus.“

„Ein Jahr muss man jedem Markt geben“

Als vor vier Wochen der Wochenmarkt quasi den Neustart versuchte, war der Familienbetrieb noch nicht dabei. „Das war zu kurzfristig“, sagt Manz. Mittlerweile sind sie fester Bestandteil des kleinen Marktes, was auch Heide Gänßle freut: „Es ist wieder lebhafter geworden.“ Schmunzelnd fügt sie hinzu: „Ich kann doch nicht für fünf Leute schwätzen.“ Christel Manz hofft, dass weitere Marktbeschicker hinzukommen. Der Familienbetrieb will aber erst einmal jede Woche wiederkommen: „Ein Jahr muss man jedem Markt geben.“

Während draußen die Leute einkaufen, wird im Marktcafé angeregt geplaudert. „Die Stammkundschaft ist zwischen 40 und 50 Besucher“, sagt Reiner Schwarzmeier, der gemeinsam mit seiner Frau Christina und Günther Joachimsthaler das Café ins Leben gerufen hat. Die drei haben das Auf und Ab des Wochenmarktes hautnah miterlebt und immer wieder dafür geworben, dass die Fasanenhofer dort einkaufen. Joachimsthaler hofft, dass noch ein Fischverkäufer dazukommt: „Laut dem Marktamt gab es auch einen Interessenten, der war aber bis heute nicht da.“

Sowohl für ihn als auch für Schwarzmeier ist klar, dass der Wochenmarkt zumindest in seiner jetzigen Ausprägung Bestand haben muss. „Das liegt aber auch daran, ob die Verkäufer genügend Umsatz machen“, sagt der Bürgervereinsvorsitzende.

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