Japan - Griechenland Foto: dpa

WM kompakt - Alle Spiele, alle Ergebnisse Japan und Griechenland trennen sich torlos 0:0. England droht nach einem 1:2 gegen Uruguay das vorzeitige Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Kolumbien steht nach einem Sieg über die Elfenbeinküste dicht vor dem Einzug ins Achtelfinale.

Japan gegen Griechenland - 0:0 (0:0)

Natal - Japan und Ex-Europameister Griechenland haben auch bei ihrem zweiten WM-Auftritt in Brasilien keine ernsthafte Bewerbung für das Achtelfinale abgegeben. Nach ihren Auftaktniederlagen trennten sich die Teams am Donnerstag (Ortszeit) in Natal 0:0. Um noch in die K.o.-Phase einziehen zu können, müssen Shinji Kagawa und Co. im dritten Spiel gegen das nun bereits qualifizierte Kolumbien ebenso gewinnen wie Griechenland mit Borussia Dortmunds Sokratis im Duell mit der Elfenbeinküste.

Dabei gesperrt fehlen wird Griechenlands Kapitän Konstantinos Katsouranis, der vor 39 485 Zuschauern in der Arena das Dunas im Nordosten Brasiliens wegen wiederholten Foulspiels schon nach 38 Minuten Gelb-Rot sah. Damit droht den Hellenen das dritte Vorrunden-Aus bei der dritten WM-Teilnahme.

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Uruguay gegen England - 2:1 (1:0)

São Paulo - Uruguays wiedergenesener Stürmerstar Luis Suarez hat England an den Rand des WM-K.o. gebracht. Nach der 1:2 (0:1)-Niederlage am Donnerstag im zweiten Spiel der Gruppe D in São Paulo droht dem Mutterland des Fußballs das erste Vorrunden-Aus bei einer Weltmeisterschaft seit 56 Jahren. Vor 60 000 Zuschauer besiegelte Liverpool-Stürmer Suarez mit seinen Treffern in der 40. und 85. Minute die zweite Turnier-Niederlage der Three Lions und erhielt den Südamerikanern die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Das erste WM-Tor seiner Karriere von Stürmerstar Wayne Rooney (75.) war zu wenig für die Engländer.

Nur vier Wochen nach seiner Knie-Operation wurde Suarez für die Engländer zum Schrecken. Der Angreifer, der in der abgelaufenen Premier-League-Saison 31 Treffer für den FC Liverpool erzielt, beim blamablen WM-Start seiner Mannschaft gegen Costa Rica aber noch gefehlt hatte, deckte bei seinem Treffer einmal mehr die Schwächen in der Defensive der Engländer auf. «Er ist ein Genie», hatte Englands Kapitän Steven Gerrard schon vor dem Spiel gesagt. Insgesamt hatte Coach Oscar Tabarez sein Team gegenüber dem kläglichen 1:3 zum WM-Auftakt auf fünf Positionen verändert und auch seinen Star Diego Forlan nach dessen schwacher Vorstellung zunächst draußen gelassen.

Bei den Three Lions war Rooney trotz der heftigen Kritik in der Heimat an seinen Auftritten wieder mit von der Partie. In seinem zehnten WM-Spiel wurde der 28-Jährige von Manchester United trotz seines ersten WM-Tores zum großen Pechvogel, als er nach einer halben Stunde aus einem Meter Entfernung die Latte traf. Trotz der schwachen Chancenverwertung lieferte Rooney zusammen mit Danny Welbeck eine überzeugende Partie.


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Kolumbien gegen Elfenbeinküste - 2:1 (0:0)

Brasilía - Didier Drogbas Zauber wirkt nicht mehr. Trotz der Einwechselung des Starstürmers verlor die Elfenbeinküste das zweite Gruppenspiel der Fußball-WM gegen Kolumbien mit 1:2 (0:0). Die Südamerikaner kamen am Donnerstag in Brasília ausgerechnet zum Führungstreffer durch James Rodríguez (64. Minute), weil dieser ein Kopfball-Duell gegen den eingewechselten Topakteur der Ivorer gewann. Juan Quintero (70.) sicherte mit seinem Treffer den zweiten Dreier, der den Kolumbianern fast schon für die nächste Runde reicht. Drogba & Co. dagegen kamen vor 65 000 begeisterten Zuschauern im Estadio Nacional der Hauptstadt Brasilia nur zum Ehrentor von Gervinho (73.).

Kolumbien überzeugte über weite Strecken mit einer kompakten Abwehr und Kontern gegen die Afrikaner, deren Star Drogba wie schon gegen Japan im Auftaktspiel zunächst auf der Reservebank schmorte. Kolumbiens Trainer José Pekerman, der auf dieselbe Startelf wie beim 3:0-Erfolg über Griechenland setzte, ließ sein Team wieder schnell nach vorne spielen. Gesucht wurde meistens James Rodriguez. Die Mehrzahl der Angriffe liefen über den Zehner vom AS Monaco, er blieb aber auch des öfteren hängen.

Angefeuert von dem am Wochenende wiedergewählten Präsident Juan Manuel Santos und mehr als 50 000 mitgereisten Fans dominierten die Kolumbianer die Partie. Das Stadion war fest in der Hand der gelb gekleideten Südamerikaner. Das "Gelbe Fieber", wie Verbandspräsident Luis Bedoya es nannte, grassierte im Estadio Nacional.

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