Wenn Deutschland Weltmeister werden sollte... Foto: dpa

Sollte die deutsche Mannschaft am Sonntagabend Fußball-Weltmeister werden, wären auch die Polizei und Nahverkehrsunternehmen gerüstet. „Dann gilt für uns die Phase Rot plus“, sagt Polizeisprecher Olef Petersen.

Stuttgart - Sollte die deutsche Mannschaft am Sonntagabend Fußball-Weltmeister werden, wären auch die Polizei und Nahverkehrsunternehmen gerüstet. „Dann gilt für uns die Phase Rot plus“, sagt Polizeisprecher Olef Petersen. Den größten Fan-Auflauf in der Innenstadt hatte es bisher nach dem Viertelfinalsieg gegen Frankreich am 4. Juli gegeben. 5000 Fußgänger drängten sich auf der Theodor-Heuss-Straße, 3500 im Biergarten im Schlossgarten, etwa 1000 im Bereich Alte Kanzlei am Schlossplatz. Bis zu 400 Fahrzeuge kreisten im Autokorso auf dem Cityring. „Das dürfte bei einem WM-Sieg sicher überboten werden“, so Petersen. 200 Polizisten sind am Sonntag im Einsatz.

Die sogenannte Phase Rot plus sieht vor, dass die Korsostrecke flexibel erweitert werden kann: Am Hauptbahnhof mit einem Überlauf zur Heilbronner und Türlenstraße beziehungsweise Hegelplatz; am Rotebühl- und Berliner Platz in Richtung Stuttgart-West. Die Theodor-Heuss-Straße ist für Autofahrer gesperrt.

Die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) haben für den Extremfall vorgesorgt – nämlich für einen späten Abpfiff bei Elfmeterschießen und deutschem Sieg mit langem Jubel. „Der Betriebsschluss wird dann für verschiedene Linien verlängert, damit die Fans noch mit der Stadtbahn nach Hause fahren können“, sagt SSB-Sprecherin Susanne Schupp. Nach einem Elferkrimi wären die letzten Fahrten am Charlottenplatz: U 2 Botnang 0.55 Uhr; U 2 Neugereut 0.54 Uhr; U 6 Giebel 0.49 Uhr; U 7 Kelterplatz 0.50 Uhr, U 15 Heumaden 0.30 Uhr. Die U 9 Hedelfingen fährt letztmals am Hauptbahnhof um 0.45 Uhr. Nach Möhringen, Remseck und Heslach kommt man noch nach 1 Uhr heim.

Die S-Bahn hat normalen Betriebsschluss, fährt aber mit längeren Zügen.

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