Felix Brych beim Spiel Serbien gegen Schweiz. Foto: AP

Die serbische Nationalmannschaft hat nach der Niederlage gegen die Schweiz bei der WM Protest eingelegt. Dabei geht es vor allem um Schiedsrichter Felix Brych.

Moskau - Der serbische Fußballverband FSS hat Protest beim Weltverband FIFA „in Zusammenhang“ mit dem WM-Spiel seiner Nationalmannschaft am Freitag in Kaliningrad gegen die Schweiz (1:2) eingelegt. Die FIFA bestätigte am Samstag dem SID den Eingang des Schreibens. Weiter wollte der Verband das Vorgehen der Serben nicht kommentieren.

Mit Blick auf den Eklat, für den der serbische Nationaltrainer Mladen Krstajic durch seinen Kriegsverbrecher-Vergleich in Zusammenhang mit dem deutschen Schiedsrichter Felix Brych (München) gesorgt hat, hielt sich die FIFA bedeckt. Die Disziplinarkommission müsse die Vorwürfe gegen Krstajic erst verifizieren. Man könne noch nicht von eingeleiteten Untersuchungen sprechen.

Die Serben geben Brych die Schuld an der Niederlage, weil er ihnen in der 66. Minute einen Strafstoß verweigerte. Zudem bemängelt der FSS, dass der Videobeweis nicht eingesetzt wurde. Die Entscheidung Brychs auf Freistoß zugunsten der Schweizer war allerdings vertretbar. Deshalb war sie auch kein Fall für den Videobeweis, der nur bei klaren Fehlern des Referees zum Einsatz kommen darf.

Dennoch schockte Krstajic am Samstag die Öffentlichkeit mit einem Vergleich, den der Weltverband FIFA wohl nicht ungestraft lassen wird. „Ich würde ihn nach Den Haag schicken“, sagte der frühere Bundesligaprofi in Anlehnung an den Sitz des Kriegsverbrecher-Tribunals über Brych.

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