Nahezu jeder Isländer saß beim 1:1 gegen Argentinien bei der WM 2018 vor dem Fernseher. Foto: xinhua

Bei der WM 2018 in Russland steht das sportliche Geschehen im Vordergrund. Doch ein solches Endturnier lebt auch von seinen witzigen und kuriosen Geschichten abseits des Platzes. Ein Überblick.

Stuttgart - Was wäre eine Fußball-Weltmeisterschaft ohne ihre außergewöhnlichen Geschichten abseits des sportlichen Geschehens? Dass ein solches Endturnier mehr ist als nur 1:0 oder 2:1, zeigt sich meist in den sozialen Medien. Wir tragen die witzigen und kuriosen Geschichten aus dem Netz zusammen.

Historische Einschaltquote in Island

Mit lediglich knapp 350.000 Einwohnern ist Island das mit Abstand bevölkerungsärmste Teilnehmerland bei der WM 2018 in Russland. Im Fußballschauen macht den Nordeuropäern indes keiner etwas vor: Ganze 99,6% verfolgten die historisch erste Begegnung gegen Argentinien – eine historisch hohe Einschaltquote. Das gab der isländische Fußballverband via Twitter bekannt.

Wo die fehlenden 0,4% waren, als beispielsweise Alfred Finnbogasson den ersten WM-Treffer für sein Land erzielt hat, weiß der Stürmer des FC Augsburg nach eigenen Angaben selbst am besten: auf dem Platz.

Rührende Szenen auf der Fanmeile

Auch in den Zeiten von dreistelligen Millionen-Transfersummen, Korruption bei den Landes- und Weltverbänden und groß angelegten Steuerhinterziehungsaffären der Superstars bleibt eines sicher: Fußball verbindet, produziert tolle Geschichten und noch bessere Bilder.

So wie dieses von einer Fanmeile aus Russland. Fans von Mexiko und Kolumbien schauen gemeinsam die Partie der Ägypter gegen Uruguay. Unter ihnen: ein ägyptischer Fan, der an den Rollstuhl gefesselt ist und dementsprechend wenig vom Spiel mitbekommt. Mitten in einer stehenden Menschenmenge. Also schnappen sich die umstehenden kurzerhand den Rollifahrer – und heben ihn über ihre Köpfe. 90 Minuten lang.

Was macht Brasiliens Torhüter?

Brasilien und die Schweiz trennten sich in der Gruppe E 1:1 unentschieden. Während der Partie kam es zu einer kuriosen Szene, als Brasiliens Keeper Alisson Becker einen Luftballon zertrat, der den Weg aus dem Fanblock der Eidgenossen in seinen Strafraum gefunden hatte.

Durch das Internet wurde nun ein Video verbreitet, in dem Alisson auf den Ball tritt – aber dabei selbst wie ein Luftballon zerplatzt. Ein Clip, der sich in den sozialen Medien großer Beliebtheit erfreut und auch nach mehrmaligem Anschauen nicht unlustiger wird.

Schweden trinken Spielort leer

In einer eher mauen WM-Begegnung mühte sich die schwedische Nationalmannschaft zu einem 1:0-Erfolg gegen Südkorea. Die Fans der Skandinavier zeigten indes schon vor der Partie vollen Einsatz – und tranken sämtliche Bierstände im Spielort Nischni Nowgorod leer. Glücklicherweise aus Sicht des Gastgebers wurde die Partie aus der deutschen Vorrundengruppe bereits in den frühen Nachmittagsstunden angepfiffen. Wo die trink- und feierfreudigen Schweden ihren Erfolg nach Spielende jedoch begossen haben, blieb fraglich.

Neymars Frisur als Nudelpfanne

In ihrer Auftaktpartie blieben die WM-Favoriten aus Brasilien noch einiges schuldig. Doch auch wenn ihm gegen die Schweiz kein Tor gelang, sorgte Superstar Neymar für allerhand Gesprächsstoff – dies allerdings nicht in erster Linie ob seiner Leistung auf dem Spielfeld. Vielmehr hat es zahlreichen Fans weltweit – und auch ehemaligen Profis wie Éric Cantona – die Sprache verschlagen, als sie die Haarpracht des 26-jährigen Ballkünstlers sahen. Sehen Sie hier die witzigsten und ausgefallensten Tweets zu Neymars „Nudel-Frisur“.

Kurioser Einwurf in letzter Minute

Zugegeben: Diese Geschichte spielt zunächst auf dem Platz. Und dennoch sorgte sie Minuten später abseits des Spielfelds für große Lacher in den sozialen Medien.

Iran gegen Spanien. Es läuft die letzte Spielminute. Spanien führt mit 1:0, es gibt Einwurf für den Iran auf Höhe des spanischen Strafraums. Doch was macht der iranische Spieler Milad Mohammadi? Statt den Ball einfach möglichst zielgerichtet vor den Kasten der Iberer zu befördern, versucht er es mit einem kuriosen „Purzelbaum“-Trick. Dieser freilich brachte nichts ein – außer jede Menge Hohn und Spott im Netz.

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