Diego Maradona in Jesus-Pose auf der Tribüne bei der WM 2018. Foto: dpa

Diego Maradona hat das Spiel Argentinien gegen Nigeria bei der WM in Russland dazu genutzt, auf großer Bühne eine Show in eigener Sache aufzuführen.

Moskau - Mit ehemaligen Weltstars ist das so eine Sache. Manche schaffen es in Würde zu altern. Manche eher nicht. Zur zweiten Kategorie gehört Diego Maradona. Der „Goldjunge“, die „Hand Gottes“, wird in Argentinien immer noch wie ein Heiliger verehrt. Auf dem restlichen Globus schütteln viele allerdings nur noch den Kopf, wenn der Argentinier wieder einmal im Gespräch ist.

Auch bei der aktuellen Weltmeisterschaft sorgt Maradona bisher regelmäßig für Auftritte, die Kopfschütteln hervorrufen. So auch beim letzten Gruppenspiel der „Albiceleste“ gegen Nigeria. Bereits vor dem Anpfiff posierte der sichtlich entrückte ehemalige Mittelfeldspieler wie Jesus auf der Tribüne der Ehrengäste. Er hatte sogar seinen eigenen „Festhalter“ dabei, einen Sicherheitsmitarbeiter der offensichtlich nur damit betraut war, Maradona nicht über die Brüstung purzeln zu lassen.

Später posierte er mit argentinischen Fans für Selbstporträts und zeigte sich mit einem riesigen Banner, das ihn selbst als jungen Spieler zeigte. In der VIP-Loge erblickte der Altstar dann einen weiblichen Fan im Nigeria-Trikot, hielt die Sicherheitskräfte an, die Dame zu ihm durchzulassen und legte vor seinem Sitzplatz einen spontanen Tanz mit ihr hin. Die Szene wurde über die Stadion-Leinwand übertragen und erfreute die Fans beider Lager sichtlich.

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