Wohl auch gegen die USA im Mittelfeld gesetzt: Deutschlands Kapitän Philipp Lahm Foto: Getty

Am Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft scheiden sich derzeit die Geister. Die einen sehen Philipp Lahm bei der WM in Brasilien besser auf der rechten Außenverteidigerposition aufgehoben, die anderen wie bisher im Mittelfeld. Bundestrainer Joachim Löw gehört zu Letzteren.

Am Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft scheiden sich derzeit die Geister. Die einen sehen Philipp Lahm bei der WM in Brasilien besser auf der rechten Außenverteidigerposition aufgehoben, die anderen wie bisher im Mittelfeld. Bundestrainer Joachim Löw gehört zu Letzteren.

Santo Andre - Nach allem, was Philipp Lahm bisher bei dieser WM geboten hat, lässt sich eines nicht leugnen: Der Kapitän ist noch nicht so richtig im Turnier angekommen. Beim 4:0-Sieg im Auftaktspiel gegen Portugal leistete sich der Münchner im zentralen defensiven Mittelfeld ungewohnte Schwächen, beim 2:2 im zweiten Gruppenspiel gegen Ghana leitete er mit einem Fehlpass sogar den Gegentreffer zum 1:2-Zwischenstand ein.

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Kein Wunder, dass Fußball-Deutschland eifrig über die optimale Position für den Spielführer diskutiert, den Bundestrainer Joachim Löw von seiner angestammten Position auf der rechten Abwehrseite abgezogen hat – seither springt er im Zentrum ein, wo sich die lange Zeit angeschlagenen Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger mit Fitnessdefiziten herumplagen. Intern aber sei das kein Thema, wie Hansi Flick am Montag bekräftigte. Mit einem klaren „Nein“ beantwortete der Assistenztrainer die Frage, ob Lahm auf die rechte Abwehrseite zurückkehren könnte. „Philipp macht seine Sache im Mittelfeld richtig gut, wir sind mit ihm zufrieden“, erklärte Flick. Daran ändere auch der eine oder andere Fehlpass nichts: „Philipp gibt der Mannschaft eine gute Ordnung und ein gutes Gleichgewicht. Man merkt, unser Spiel im Mittelfeld fängt an zu greifen.“

Dennoch bahnt sich im Mittelfeld eine Umstellung an, auch wenn Sami Khedira nach seiner Innenbandzerrung im linken Knie am Montag ins Training zurückgekehrt ist. Anstelle des Ex-Stuttgarters in Diensten von Real Madrid wird wohl Bastian Schweinsteiger in die Startelf rücken. Der Münchner hatte sich gegen Ghana in den letzten 20 Minuten als Alternative für Khedira aufgedrängt. Allerdings hatte sich trotz dieser kurzen Einsatzzeit bei ihm der konditionelle Rückstand bemerkbar gemacht. Hansi Flick ist dennoch von Schweinsteiger überzeugt: „Wir sind sehr froh, dass wir so viele Optionen haben“, sagte er. Das gelte auch für die rechte Abwehrseite, auf der Jérôme Boateng (Muskelverhärtung) auszufallen drohte. Inzwischen hat aber auch er wieder das Training aufgenommen.

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