In Stuttgart soll es auf vier Plätzen in der City freies WLAN geben, die Piraten sprechen sich für Freifunk als Alternative aus. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Die Piratenpartei ist verärgert über die Einschätzung des Touristikdirektors Armin Dellnitz zum Freifunk - den sie als eine gute Alternative zum WLAN in der City halten.

Stuttgart - Die Piratenpartei ist verärgert über die Einschätzung des Touristikdirektors Armin Dellnitz zum Freifunk. Dellnitz hatte am Dienstag die Kooperation von Stuttgart-Marketing mit Kabel BW vorgestellt, die bis zum Kirchentag am 3. Juni an vier Plätzen in der City kostenfreies WLAN anbieten will. Die Piraten fordern, in Stuttgart einen freien Internetzugang nach dem Vorbild des Vereins Freifunk aufzubauen.

Dabei werden offene, meist von Privatpersonen zur Verfügung gestellte kleinräumige Funknetze miteinander verwoben (http://freifunk-stutgart.de). Aus Sicht von Dellnitz sei dies nicht verlässlich. „Was passiert, wenn die privaten Teilnehmer des Netzwerkes im Urlaub sind“, hatte er gefragt. Diese Äußerung sei „realitätsfremd“, sagt Michael Knödler, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Stuttgart. Dellnitz scheine „mit der Materie nicht vertraut“. Das Freifunknetz sei zuverlässig und „schon jetzt um ein Vielfaches größer als das geplante WLAN der Stadt sein wird“.

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