Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut will eine eigene Präsenz des Landes im Silicon Valley schaffen. Foto: dpa

Baden-württembergische Mittelständler sollen im Silicon Valley neue Geschäftschancen aufspüren können. Die Landesregierung plant dazu ein Innovationscamp, wo sich Unternehmen aus dem Südwesten über neue Technologien informieren können.

Palo Alto - Die Landesregierung will Unternehmen aus Baden-Württemberg mit Besuchen in Kalifornien helfen, Zukunftsmärkte zu erschließen. Betriebe sollen die Möglichkeit erhalten, sich im Silicon Valley über die neuesten Technologien zu informieren. Das „Innovation Camp BW Silicon Valley“ soll dazu dienen, „technologische Trends und Innovationen“ frühzeitig aufzuspüren. „Wir schaffen damit eine eigene Präsenz Baden-Württembergs am weltweit innovativsten Standort“, sagte die Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut im kalifornischen Palo Alto bei einer Delegationsreise in die USA, die am Samstag endet.

Trendscout hilft bei der Suche nach neuen Chancen

Ein Trendscout soll vor Ort tätig sein und Unternehmen im Land dabei helfen, neue Geschäftsmodelle und branchenübergreifende Geschäftschancen zu finden. Das Programm ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und soll im Januar starten. Für den Zeitraum stehen insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, wie Hoffmeister-Kraut erläuterte. Ab dem Frühjahr sollen organisierte mehrwöchige Aufenthalte im Silicon Valley angeboten werden.

Unterstützung vor allem für Mittelständler

Insbesondere mittelständischen Unternehmen will die Ministerin damit neue Möglichkeiten eröffnen. Die Firmen hätten sich bisher kaum mit den Chancen, die das Silicon Valley biete, auseinandersetzen können. Als mögliche Gründe führte die Ministerin hohe Kosten für die Unterhaltung eines Standorts, eine gewisse Zurückhaltung beim Einsatz unbekannter Technologien und fehlende Kapazitäten an. Das Camp unterstütze neben Unternehmen auch Institutionen der Wirtschaft und der angewandten Forschung aus Baden-Württemberg.

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