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Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer will Oberbürgermeisterin in Heidelberg werden. Ihr Abgang wird eine Lücke in die Landesregierung reißen, kommentiert Renate Allgöwer

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer gibt ihr Regierungsamt auf und will grüne Oberbürgermeisterin in Heidelberg werden. Ihr Weggang wird eine Lücke ins Kabinett von Winfried Kretschmann reißen. Trotz des Untersuchungsausschusses zur Zulagenaffäre an der Verwaltungshochschule Ludwigsburg war und ist Bauer eine weithin anerkannte Ministerin und ein Pfeiler der Landesregierung.

 

Zu früh für eine große Regierungsbildung

Der frei werdende Posten eröffnet dem Ministerpräsidenten Gestaltungsspielraum. Ob und in welchem Maße Kretschmann ihn nutzen wird, ist offen. Für eine ganz große Kabinettsumbildung dürfte es im September, wenn die Entscheidung spruchreif wird, reichlich früh sein. Dann wird die Regierung knapp eineinhalb Jahre im Amt sein. Für einen großen Umbau gibt es auch keinen Anlass. Es sei denn, Kretschmann würde einen potenziellen Nachfolger aufbauen wollen. Aber dazu zeigt er wenig Neigung.

Chancen für Olschowski

Einiges deutet gegenwärtig darauf hin, dass im Herbst Kunststaatssekretärin Petra Olschowski ihrer Chefin auf den Ministerinnenposten folgen wird. Das wäre unspektakulär, kaum konfliktträchtig und ließe für die Zukunft alle Möglichkeiten offen.