Koronaler Masseauswurf auf der Sonne am 31. August 2012. Foto: NASA/Goddard Space Flight Center/Julian Herzog

Sonneneruptionen, auch Solar Flares genannt, können Satelliten, Elektronik und Stromnetze auf der Erde massiv stören. Deren Auswirkungen sind jedoch gering, verglichen mit den Superflares, die Tausende Male stärker sind. Die weltweiten Folgen wären verheerend.

Boulder - Ein gigantischer Strahlungsausbruch von der Sonne könnte große Teile der irdischen Elektronik, Stromnetze und Satelliten lahmlegen. Das zeigt die Analyse eines Wissenschaftlerteams, die Forschungsleiter Yuta Notsu von der Universität von Colorado auf der Jahrestagung der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft AAS in St. Louis vorgestellt hat.

Auch unsere Sonne kann demnach sogenannte Solar Flares oder Superflares produzieren, wie sie bei anderen Sternen bereits beobachtet worden sind. Der nächste derartige Ausbruch kann allerdings noch Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte hin sein, wie die Universität betonte.

Gigantische Sonneneruptionen

Superflares sind Hunderte bis Tausende Male stärker als alle Eruptionen, die bislang auf der Sonne beobachtet worden sind. Sie galten lange als eine typische Eigenschaft junger, aktiver Sterne.

Das Weltraumteleskop „Kepler“ der US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte jedoch überraschend viele Superflares auch bei Sternen registriert, die unserer Sonne ähneln. „Kepler“ hatte bei zigtausend Sternen nach Helligkeitsschwankungen gespäht, die ferne Planeten verraten. Dabei stieß das Weltraumteleskop auch auf die plötzlichen Ausbrüche.

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