Nach der Landtagswahl fordert die Industrie- und Handelskammer im Kreis Böblingen Wachstumsimpulse von der Politik. Eines der drängenden Probleme ist weiter die überbordende Bürokratie.
Nach der Landtagswahl schauen die Betriebe im Landkreis Böblingen erwartungsvoll Richtung Stuttgart. IHK-Bezirkskammerpräsident Andreas Weeber erklärt: „Nach der hoffentlich schnellen Bildung einer starken Landesregierung müssen zügig Taten folgen und ein Rahmenplan für wirtschaftliches Wachstum aufgesetzt werden.“
Die Umfragen, die die IHK-Bezirkskammer dreimal pro Jahr bei ihren Mitgliedsbetrieben durchführt, zeugen seit Beginn des Ukraine-Krieges von zunehmend schwierigen Bedingungen für die Wirtschaft im Landkreis Böblingen. Neben mittlerweile zahlreichen geopolitischen Schwierigkeiten, die die exportstarken Betriebe zum Teil massiv zu spüren bekommen, sind es auch eine schwächere Inlandsnachfrage und die gestiegenen Energie- und Arbeitskosten, die die Wettbewerbsfähigkeit über die letzten Jahre geschwächt haben.
„Unsere Betriebe brauchen eine Politik, die gute Rahmenbedingungen schafft für die Wirtschaft, die das Thema Bildung in den Fokus rückt und den Betrieben wieder mehr Eigenverantwortung zuspricht“, wird Weeber in der IHK-Mitteilung weiter zitiert. „In den Gesprächen mit Politikern und Verwaltungsspitzen weisen wir regelmäßig auf bürokratische Hürden hin, die unsere Mitgliedsbetriebe hemmen. Dieser gordische Knoten muss endlich gelöst werden.“